Aktivlautsprecher: Aktive Boxen

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Aktivlautsprecher Nubert nuPro A-20Ist die Rede von Aktivlautsprechern, handelt es sich um Boxen mit aktiver Frequenzweiche und eingebautem Verstärker. Parallel werden Aktivboxen angeboten, die zwar einen Verstärker, allerdings keine elektronische Frequenzweiche an Bord haben. Einen externen Verstärker spart man in beiden Fällen, wobei „echte“ Aktivlautsprecher weitere Vorteile bieten.

Funktionsweise

Nach wie vor fristen Aktivlautsprecher, ob nun mit oder ohne aktive Weiche, ein Nischendasein. Zumindest im HiFi-Bereich, denn hier dominieren passive Lautsprecher, die mit externen Verstärkern angesteuert werden. Das Signal des externen Verstärkers gelangt zur passiven Frequenzweiche, die aus Kondensatoren, Spulen, Widerständen und anderen Bauteilen besteht. Die Weiche teilt das breitbandige Signal in verschiedene Frequenzbereiche und schickt es zu den Treibern. Um das verstärkte Signal überhaupt trennen zu können, braucht man starke Widerstände. Diese Widerstände verschlechtern das Signal, denn sie verursachen Phasenverschiebungen und verringern den Dämpfungsfaktor, der besagt, wie exakt der Verstärker die Bewegung der Membran, also das Ein- und Ausschwingen, kontrollieren kann. Ist der Dämpfungsfaktor zu niedrig, sind Verzerrungen vorprogrammiert. Bei Aktivlautsprechern, wohlgemerkt bei Aktivlautsprechern mit elektronischer Frequenzweiche, läuft es umgekehrt, hier wird das Signal erst aufgeteilt und dann verstärkt.

Vor- und Nachteile aktiver Boxen

Weil echte Aktivlautsprecher einen höheren Dämpfungsfaktor haben als Boxen mit passiven Weichen hinter dem Leistungsverstärker, können die Bewegungen der Membrane präziser gesteuert werden. Der Dämpfungsfaktor ist auch deshalb höher, weil jedes Chassis an einen eigenen Verstärker gekoppelt ist. Filterungen, darunter zeitliche Korrekturen, Pegelanpassungen zwischen den Chassis oder gezielte Anhebungen im Frequenzgang, lassen sich mit aktiven Frequenzweichen viel einfacher realisieren. Recht verbreitet sind sogenannte Ortsfilter zum Ausgleich raum- und aufstellungsbedingter Klangveränderungen, seltener findet man Lautsprecher mit PC-gesteuerten Equalizerfunktionen. Hat der Hersteller zwar einen Verstärker, allerdings keine aktive Weiche verbaut, wie es vor allem bei Mini-Lautsprechern der Fall ist, profitiert man nicht von den genannten Vorteilen. Größter Nachteil, vor allem bei Varianten mit aktiver Frequenzweiche: Aktivlautsprecher sind teurer als passive Boxen. Dafür spart man einen separaten Verstärker, was die Kosten oftmals relativiert.

Autor: Jens