Denon PMA-1520AE Stereo-VerstärkerOhne externe Verstärkung geht bei passiven Lautsprechern nichts. Wer keinen Surround-Sound braucht, greift zum Stereo-Verstärker, denn warum sollte man Geld für einen AV-Receiver mit fünf oder mehr Kanälen ausgeben, wenn die Funktionen gar nicht genutzt werden? Hinzu kommt: Zwar können AV-Receiver mittlerweile auch im Zweikanalbetrieb überzeugen, doch für das gleiche Geld liefern Stereo-Verstärker meist bessere Ergebnisse.

Stereofonie

Die ersten Stereo-Tonbänder für Konsumenten datieren auf das Jahr 1953, zwei Jahre später folgten die ersten Stereo-Platten. „Stereo“ bedeutet: Zwei oder mehr Schallquellen erzeugen einen räumlichen Höreindruck, wobei verschiedene Verfahren eingesetzt werden, um Stereosignale aufzuzeichnen. Wird das mit zwei Mikrofonen aufgezeichnete Signal zum Stereo-Verstärker geschickt, aufbereitet und von dort auf zwei Lautsprecher verteilt, nimmt man zwischen den Lautsprechern eine fiktive Schallquelle wahr, die sogenannte Phantomschallquelle. Die Phantomschallquelle wandert von einer Box zur anderen, wenn sich das Signal eines Lautsprechers im Pegel, durch Laufzeitverzögerungen oder eine Mischform aus beiden verändert. Zwecks optimalem Raumeindruck sollten die Lautsprecher in einiger Entfernung zueinander stehen und mit dem Hörplatz die Eckpunkte eines gleichschenkligen Dreiecks bilden.

Aufbau und Anschlüsse

Ein Stereo-Verstärker besteht aus zwei Komponenten, nämlich aus einem Vor- und einem Endverstärker, wobei der Vorverstärker die Signale vom Quellgerät empfängt und so anpasst, dass sie vom Endverstärker aufbereitet und mit der richtigen Spannung zu den Lautsprechern geschickt werden können. Sitzen beide Komponenten in einem Gehäuse, spricht man von einem Vollverstärker. Für die Spannungs- und Stromverstärkung sind aktive Bauelemente in Form von Transistoren oder Röhren zuständig. In Sachen Anschlussfreude und Funktionalität können sich Verstärker, bei denen die Stereo-Wiedergabe Priorität hat, nicht mit AV-Receivern messen. Die meisten Modelle beschränken sich auf analoge Buchsen, wobei neben Hochpegel-Eingängen für CD-Player und ähnliche Quellen in der Regel auch ein Phono-Eingang für Plattenspieler bereitsteht. Digitale Eingänge und USB-Ports findet man vergleichsweise selten.