Kopfhörerverstärker Beyerdynamic A20Kopfhörer bleiben unter ihren Möglichkeiten, wenn sie mit einem Vollverstärker, einem HiFi-Receiver oder direkt mit der Quelle verbunden werden. Mit einem Kopfhörerverstärker erzielt man bessere Ergebnisse. Neben Varianten für den stationären Betrieb gibt es handliche Geräte für unterwegs, die Mobiltelefonen, MP3-Playern, Tablets und Notebooks unter die Arme greifen. Was zeichnet Kopfhörerverstärker aus?

Stationäre Lösungen

Hohe Spannungen sind für Kopfhörer unerlässlich - genau wie für Lautsprecher. Allerdings ist weniger Leistung gefragt, denn mit Werten von 30 bis 600 Ohm liegt der Eingangswiderstand deutlich über dem von Lautsprechern, die es auf eine Impedanz von vier bis acht Ohm bringen. Boxen brauchen also einen Verstärker, der für hohe Ströme ausgelegt ist. Dabei bieten Vollverstärker und HiFi-Receiver in der Regel nicht nur Lautsprecherausgänge, sondern auch Kopfhörerbuchsen, was einen Spannungsteiler mit hoher Dämpfung notwendig macht. Diese Spannungsteiler verzerren das Signal und verschlechtern den Klang. Bessere Ergebnisse erzielt man mit Kopfhörerverstärkern, denn hier sind die Verstärkerschaltungen für Kopfhörerimpedanzen optimiert. Einige Kopfhörerverstärker, etwa der Phonitor 2, sind sogar in der Lage, das Stereopanorama von Boxen im Raum zu simulieren: Durch Anpassen von Laufzeitdifferenzen und Pegelunterschieden wirken sie der sogenannten Superstereobreite entgegen, also der vollständigen Links-Rechts-Trennung eines Kopfhörers.

Mobile Verstärkung

Neben stationären Verstärkern gibt es mobile Geräte, die das Ausgangssignal von Smartphones, MP3-Spielern, Tablets und Notebooks verstärken und den Klang optimieren. Mobile Verstärker nutzen Batterien oder Akkus, einige werden per USB mit Energie versorgt. Genau wie bei ihren stationären Pendants gelangen die Signale vom Quellgerät entweder analog oder – falls ein D/A-Wandler integriert wurde – digital über einen USB-Port beziehungsweise über einen optischen oder einen koaxialen SPDIF-Eingang zum Verstärker. Vorteil des eingebauten D/A-Wandlers: Die Konvertierung von digital zu analog findet nicht mehr im Player, sondern im Verstärker statt, was den Klang erheblich verbessern kann, denn der D/A-Wandler im Quellgerät ist oft minderwertig. Je nach Verstärker lassen sich Signale mit einer Samplingrate von maximal 48 Kilohertz (16 Bit), 96 oder 192 Kilohertz (24 Bit) zuspielen. Zusatzfunktionen wie iPod-Steuerung, ein Mikrofon zum Freisprechen oder ein in der Lautstärke regelbarer Kopfhörerausgang sind bei mobilen Kopfhörerverstärkern keine Seltenheit.