Im gesamten PC- und Heimkinobereich kommen Digitalkabel zum Einsatz, wobei Koaxialkabel elektrische Impulse und optische Kabel Lichtsignale transportieren. Einfache Cinch-Kabel braucht man für den analogen Signaltransport, HDMI-Kabel, um digitale Bild- und Tonsignale in HD-Qualität zu übertragen. USB-Kabel ermöglichen den Datenaustausch und die Stromversorgung.

Drähte und Litzen

Spricht man in der Elektrotechnik von einem Kabel, dann ist ein mit Kunststoff ummantelter Draht oder ein Verbund von mehreren Drähten gemeint. Durch die isolierten Drähte beziehungsweise Litzen, die meist aus Kupfer bestehen, fließt elektrische Energie, weshalb sie auch Adern genannt werden. Als Litze bezeichnet man einen elektrischen Leiter, der sich aus vielen Einzeldrähten zusammensetzt. Litzen sind flexibler als massive Drähte, was die Gefahr eines Leiterbruchs verringert. Aus diesem Grund werden Litzenleitungen überall dort eingesetzt, wo man eine Bewegung nicht ausschließen kann, also bei der Konstruktion von Maschinen und bei der Versorgung mobiler Geräte, darunter Mikrofone und Lautsprecher. Handelt es sich um ein Kabel mit mehreren Drähten beziehungsweise Litzen, dann werden die Adern einzeln isoliert und zusätzlich von einer äußeren Hülle, dem sogenannten Kabelmantel, umschlossen. Meist bestehen die Drähte aus Kupfer, denn Kupfer hat eine sehr gute Leitfähigkeit.

Koaxialkabel, optische Leiter und HDMI-Kabel

Spielt das Gewicht des Kabels eine entscheidende Rolle, dann wird Aluminium eingesetzt. Aluminium ist deutlich leichter als Kupfer, dafür ist die Leitfähigkeit schlechter. Die beste Leitfähigkeit hat Silber, allerdings findet Silber aus Kostengründen eher selten Verwendung, etwa bei hochwertigen Lautsprecherkabeln. Bei Koaxialkabeln – hier gibt es einen Innenleiter, der von einem hohlzylindrischen Außenleiter umgeben ist – dringt kein elektrisches oder magnetisches Feld nach außen. Dank ihrer geringen Störanfälligkeit werden Koaxialkabel als Antennenkabel oder als Cinch-Kabel zur Verbindung verschiedener AV-Geräte eingesetzt. Optische Leiter mit Kabeln aus Glasfaser oder Kunststoff kennt man von der Nachrichtentechnik, zum Beispiel von Ethernet-Kabeln. Auch Audio-Signale lassen sich mit Hilfe eines solchen Lichtwellenleiters übertragen. Einige Digitalkabel aus der Audio-Technik übertragen die Signale optisch, andere elektrisch. Die Steckverbindung ist passend dazu in optischer (Toslink) oder in koaxialer Form (Cinch) ausgeführt. Sollen neben Tonsignalen auch Bildsignale digital übertragen werden, etwa, um einen Blu-ray-Player mit einem hochauflösenden Fernseher zu verbinden, dann braucht man ein HDMI-Kabel.

von Jens Claaßen

Fachredakteur im Ressort Audio, Video und Foto - bei Testberichte.de seit 2008.

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