Die Zeitschrift „Stereo“ hat sieben Netzwerkkabel geprüft, denn man geht davon aus, dass es auch hier – genau wie bei der digitalen Verbindung über SPDIF – klangliche Unterschiede gibt. Tatsächlich zeigten sich im direkten Vergleich zu einem Standard-LAN-Kabel Differenzen. Zwei Produkte gefielen besonders.

Netzwerkkabel werden nicht nur eingesetzt, um WAN-Buchse und DSL-Modem zu verbinden, mit ihnen stellt man auch den Datentransport zum Streaming-Player sicher. Im diesem Test entschied man sich für ein eher audiophiles Abspielgerät von T + A, das die Bezeichnung MP 1250 R trägt. Sieben Patchkabel der Kategorien 5e, 6 und 7 traten gegeneinander an, alle mit einer Länge von rund drei Metern. Was auch die IT-Branche nicht bestreitet, nämlich ausgeprägte Qualitätsunterschiede bei den Übertragungsstandards der Kabel, wollte man mit Blick auf den Klang bestätigen. Und die akustischen Unterschiede fielen anscheinend sehr deutlich aus: So waren sämtliche Cat6-Kabel den Cat5-Kabeln überlegen, wobei vor allem das Monster Cable Advanced High Speed CAT6 gefiel. Laut Aussage der Tester soll das Klangbild sehr druckvoll und gelöst sein, dabei stets schlüssig und homogen. Für das Kabel mit einer Länge von 2,13 Metern muss man rund 30 Euro investieren. Ähnlich überzeugend fand man das Sommercable Mercator Pur Cat6, das sich mit seidigen Mitten und einer tollen Auflösung das Lob der Redaktion verdiente. Es wirkte fast so homogen wie das Monster Cable und war außerdem in der Lage, einen sehr großen Raum abzubilden. Allerdings ist auch dieses Kabel mit 50 Euro für drei Meter nicht eben billig.

Das Testergebnis ist eindeutig: Im direkten Vergleich zu einem Standardkabel klingen alle Testkandidaten besser, auch die Kabel der Kategorie Cat5e. Die Tester können dem wirklich audiophilen Kunden also ohne Weiteres den Griff zur Markenware empfehlen, wenn möglich soll es ein Kabel der Kategorie sechs sein.