Mit einem HDMI-Kabel übertragen Sie Bilder und Töne zum Fernseher, zum Beamer oder einem AV-Receiver zwischen Player und Wiedergabegerät. Unterschiede gibt es bei der Bandbreite, bei der Verarbeitung und den Steckertypen. Welches HDMI-Kabel ist für meine Zwecke optimal?

HDMI Standard, HDMI High Speed und HDMI Premium im Bandbreiten-Vergleich

Die Versionen 1.3, 1.4 usw. sind mittlerweile passé. An ihre Stelle sind die Bezeichnungen „HDMI Standard“, „HDMI High-Speed“ und – seit Einführung des HDMI-Standards 2.0 – „HDMI Premium“ getreten. Nutzen Sie einen Full-HD-Fernseher und einen normalen Blu-ray-Player, reichen HDMI-Standard- und HDMI-High-Speed-Kabel mit einer Bandbreite von bis zu 8 bzw. bis zu 10 GB/s, während sich bei UHD-Fernsehern und UHD-Blu-ray-Playern (oder Konsolen etc.) ein Premium-HDMI-Kabel empfiehlt. Denn erst ein HDMI-Kabel mit dem Label „HDMI Premium“ bietet eine Bandbreite von rund 18 GB/s, unerlässlich für UHD-Signale mit 60 Hertz und HDR-Hochkontrastinhalte. Wer eine PS5 oder einen 8K-Fernseher besitzt, sollte zu zu einem Kabel mit der Zertifizierung „HDMI Ultra High Speed“ greifen, hier liegt die Bandbreite bei rund 48 GB/s.

Auch ältere HDMI-Kabel (ab Version 1.4) kommen mit einem Audio-Rückkanal (ARC = Audio Return Channel), über den das Tonsignal des Fernsehers zu kompatiblen Soundbars und AV-Receivern gelangt. Für den erweiterten Audio-Rückkanal eARC, der alle aktuellen Tonformate inkl. Dolby Atmos unterstützt, brauchen Sie aber ein Premium-HDMI-Kabel.



Hama Premium HDMI-Kabel mit Ethernet Passive Übertragungstechnik, aber mit HDMI-Premium-Zertifizierung: HDMI-Kabel von Hama mit 3 Metern Länge. (Bildquelle: amazon.de)

Bestens verbunden: Verstärkung, Verarbeitung, Abschirmung und HDMI-Steckertypen

Neben passiven Kabeln, die in beide Richtungen nutzbar sind, gibt es optisch oder elektrisch verstärkte HDMI-Kabel mit vorgegebener Signalrichtung – sinnvoll, wenn Sie sehr lange Strecken überbrücken wollen. Grundsätzlich gilt, ob nun passiv oder aktiv: Achten Sie auf die Verarbeitungsqualität, vor allem auf den Übergang vom Kabel zum Stecker. Ein Knickschutz nebst Nylon-Ummantellung ist hier von Vorteil. Soll das Kabel neben einer Stromleitung verlegt werden, etwa Unterputz oder in einem Kabelkanal, empfehlen sich Kabel mit Mehrfach-Abschirmung gegen äußere Störeinflüsse. Zu guter Letzt kommt es auf den Steckertyp an: Während die meisten HDMI-Kabel mit einem Standard-Stecker kommen (Typ A, passend für Fernseher und gängige HD-Player), sind bei Smartphones und Kameras kleinere Stecker gefragt, nämlichTyp B (Mini) oder Typ D (Micro).

von Jens Claaßen

Fachredakteur im Ressort Audio, Video und Foto - bei Testberichte.de seit 2008.

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