In-Ear-Kopfhörer: Bose trumpft auf

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top-test-6-in-ear-kopfhorerWer unterwegs Musik hört, der ist mit einem In-Ear-Kopfhörer gut beraten: Die Geräte lassen sich problemlos verstauen, klingen ordentlich und punkten mit satten Bässen. Weil die Silikon-Adapter recht weit in den Gehörgang reichen, stört man außerdem den Sitznachbarn nicht. Die Zeitschrift „PC Games Hardware“ hat sechs Kopfhörer besagter Bauart verglichen. Den besten Klang liefert ein Modell von Bose, als Spar-Tipp entpuppt sich der Kandidat von Sennheiser.

Der CX 200 Street II von Sennheiser wird schon für günstige 29 Euro angeboten. Trotz des vergleichsweise niedrigen Preises klingt das Modell wesentlich besser als die meisten aufliegenden Mini-Kopfhörer, die bei den aktuellen MP3-Playern im Set enthalten sind: Nach Aussage der Tester wird der Hochtonbereich angenehm und sauber wiedergegeben, nur die ganz hohen Töne schafft der Sennheiser nicht. Von einer guten Auflösung spricht man auch beim Mitteltonbereich, selbst wenn das Gerät nicht die extreme Feinzeichnung deutlich teurerer Modelle erreicht. Der Bass ist sehr kräftig, ohne dabei die übrigen Frequenzen zu überlagern. Moniert wird ein leichtes Kratzen bei sehr hoher Lautstärke. Der CX 200 Street II kommt – wie übrigens alle Testkandidaten – mit drei unterschiedlich großen Silikonaufsätzen ins Haus. Das Kabel ist mit einer Länge von 130 Zentimetern ausreichend lang. Auf eine Kabelfernbedienung zum Einstellen der Lautstärke und eine mitgelieferte Transporttasche hat der Hersteller leider verzichtet.

Das beste Klangbild dieses Vergleichs bot der Bose Triport. Beim Bass des rund 95 Euro teuren Kopfhörers darf man sich insofern nicht nur auf druckvolle Ergebnisse, sondern auch auf feine Details im Tieftonbereich freuen. Selbst bei den schwierigen Hochtonfrequenzen blieb der Bose souverän, während man beim Klang des Mitteltonbereichs von „guten bis sehr guten“ Ergebnissen spricht. Lob verdient sich außerdem die leicht gebogene Form der Gummiaufsätze, durch die das Modell sehr angenehm im Ohr sitzt. Allerdings soll der Sitz relativ locker sein, so dass der Triport bei heftigen Bewegungen – etwas beim Joggen - leichter aus dem Ohr fallen kann. Das Kabel ist mit 135 Zentimetern noch etwas länger als das vom Sennheiser, eine Kabelfernbedienung sucht man aber auch hier vergeblich. Dafür ist eine stabile Tasche im Lieferumfang enthalten.

Will man die Standard-Kopfhörer seines MP3-Players durch ein hochwertigeres Modell ersetzen, dabei aber keine Unsummen investieren, dann empfiehlt sich der preiswerte CX 200 Street II von Sennheiser. Anspruchsvolle Musikliebhaber, die für ihre Leidenschaft gern etwas mehr ausgeben, sind mit dem ausgewogenen und sehr sauber klingenden Bose Triport besser beraten.

Autor: Jens