In-Ear-Kopfhörer: Drei In-Ear-Hörer, AKG knapp vorn

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top-test-3-kopfhorer_1Während die Qualität von MP3-Playern immer besser wird, muss man sich bei den mitgelieferten Kopfhörern nach wie vor mit wenig zufrieden geben. Hier lohnt die Investition in ein hochwertiges Modell. Besonders beliebt sind Ohrhörer, die man direkt in den Gehörgang schiebt. Die Zeitschrift „Digital Tested“ hat drei In-Ear-Kopfhörer verglichen und kürt das Modell von AKG mit knappem Vorsprung zum Testsieger.

Das günstigste Modell von Panasonic, der RP-HJE 240, landet in diesem Vergleich auf dem letzten Platz. Der Ohrhörer wird in sechs verschiedenen Farbvarianten angeboten, zugeschnitten auf die Ausführungen des iPod nano. Leider fällt der Lieferumfang nicht eben üppig aus, so dass man eine Aufbewahrungstasche vergeblich sucht. Mit dabei sind die Silikonadapter für verschieden große Ohren. Defizite gibt es auch bei der Verarbeitung. Zum Beispiel sind die Membranen nur durch Stoffgitter geschützt, die Konkurrenz setzt hier teilweise schon auf Metallgitter. Die JP-HJE 240 sollen sicher im Ohr sitzen, fühlen sich allerdings nicht sehr bequem an. Abzüge gibt es außerdem in Sachen Klangqualität, denn die Basswiedergabe soll zwar nicht schlecht sein, allerdings nicht ganz so klar und druckvoll wie man sich das wünschen würde. Will man diesen Nachteil über den Equalizer des Abspielgerätes kompensieren, dann führt das zu einem deutlichen Übersteuern und in der Folge zu hörbaren „Kratzgeräuschen“. Insgesamt mangelt es an Klangvolumen und Kraft. Am besten fand man die Ergebnisse noch bei basstarken Stücken, während sich das Modell bei Liedern mit vielen Mitten und Höhen eher schwer tat.

Der K 340 von AKG gefiel da schon wesentlich besser. Die Ohrhörer liefern nach Aussage der Tester einen sehr ausgewogenen und harmonischen Gesamtklang, gleichzeitig konnte die satte Basswiedergabe überzeugen. Eben jene soll – vor allem bei bassstarken Stücken – besonders trocken und intensiv ausfallen. Doch auch die Mitten- und Höhen werden nicht vernachlässigt, so dass man sich auf eine feingezeichnete Wiedergabe freuen darf. Für die gewünschte Impulsivität sorgt der Schalldruckpegel von 122 Dezibel. Lob verdient sich auch das mitgelieferte Zubehör mit Aufbewahrungstasche und drei Silikonaufsätzen unterschiedlicher Größe. Der K 340 bietet außerdem als einziger Kandidat im Test eine ins Kabel integrierte Lautstärkeregelung. Schwächen gibt es allerdings auch hier: So soll die Verarbeitung zwar insgesamt sehr hochwertig sein, dennoch fielen zum Teil leicht unsaubere Stellen am optisch ansprechenden Gehäuse auf. Auch den Sitz der Silikonadapter fand man nicht perfekt, denn die Aufsätze sind relativ kurz und lassen sich nicht sehr weit in den Gehörgang schieben.

Wer vor allem basslastige Stücke hört und keinen großen Wert auf Ausstattung, dafür aber auf die Farbauswahl legt, der kann getrost zum RP-HJE 240 von Panasonic greifen. Klanglich fand man den AKG K 340 am überzeugendsten, dicht gefolgt von Sennheisers Preis-/Leistungssieger, dem CX350 Street II.

Autor: Jens