Kopfhörer: Höchstes Klang-Niveau bei Sennheiser

  • Gefiltert nach:
  • Bester Klang bei Sennheiser
  • Alle Filter aufheben

top-test-14-kopfhorerMeist machen die Standard-Kopfhörer eines MP3-Players nur wenig Freude, hier lohnt der Griff zum hochwertigen Modell. Die Zeitschrift „Stereo“ hat 14 aktuelle Produkte verschiedener Bauform verglichen. Zwar zeichnet sich mit Blick auf die Kandidaten ein deutlicher Trend zum In-Ear-Hörer ab, doch auch bei den klassischen Kopfbügelhörern gibt es einige Tipps. In Sachen Klang steht ein Modell von Sennheiser ganz oben auf dem Treppchen.

Der Sennheiser IE 8 bringt es auf ein Klang-Niveau von 80 Prozent. Anders ausgedrückt: Das In-Ear-Modell ist klanglich eine „Wucht“. Es überzeugt mit Natürlichkeit, Lebendigkeit und gutem Timing, teilweise nahmen die Tester sogar räumliche Struktur und echte Tiefe wahr. Für das gute Ergebnis ist unter anderem die integrierte Klangeinstellung verantwortlich, denn der Frequenzgang des rund 250 Euro teuren Kopfhörers lässt sich über zwei kleine Schrauben an den beiden Hörern und ein mitgeliefertes Werkzeug individuell justieren. Man hat also die Wahl, ob es eher basskräftig oder doch vollmundig, eher schlank oder lieber knackig tönen soll. Pluspunkte gibt es obendrein für den exzellenten Tragekomfort.

Das zweitbeste In-Ear-Modell CX 350 Street II kommt ebenfalls aus dem Hause Sennheiser und erreicht ein Klang-Niveau von 61 Prozent – kostet allerdings nur ein Viertel dessen, was für den IE 8 veranschlagt wird. Die Passform des extrem leichten Street II lässt keine Wünsche offen, obendrein können die mitgelieferten Silikon-Adapter problemlos gereinigt werden. Der Kopfhörer hat einen Eingangswiderstand von 16 Ohm und empfiehlt sich schon deshalb für portable Abspielgeräte, an denen er ausreichend laut spielt. Der Bass macht ordentlich Druck, ohne das Klangbild zu sehr zu dominieren, die Mitten sind klar, die Stimmwiedergabe sehr gut.

Bei den klassischen Kopfbügelhörern trumpft Sennheiser zum dritten Mal auf: Das Klang-Niveau des HD 238 Precision liegt bei 76 Prozent, hier spricht man von einer „souveränen, druckvollen und warmen“ Wiedergabe, egal, welches Genre verarbeitet wird. Die Ohrpolster sind samtig und weich, der Sitz entsprechend angenehm. Für den Einsatz am Handy eignet sich der Sennheiser mit einer Eingangsimpedanz von 32 Ohm zwar nicht, mit normalen MP3-Playern spielt er aber ausreichend laut.

Klanglich ergattert der Sony MDR-XB500 nur zwei Prozentpunkte weniger als der schlanke Sennheiser, dafür bietet er ein überragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Dank der üppig gepolsterten Ohrmuscheln wirkt der Sony deutlich opulenter als seine Mitbewerber, weshalb Außengeräusche besonders gut abgeschirmt werden. Auch die Membranflächen sind sehr groß, man darf sich auf eine entsprechend aussagekräftige Dynamik und einen besonders satten Bass freuen. Um Spitzen zu vermeiden, sind die Höhen leicht abgerundet, extrem detailverliebt musiziert der Sony also nicht.

Audiophile Hörer, die bei einem In-Ear-Modells nicht an einen Fremdkörper denken, sind mit dem Sennheiser IE 8 optimal beraten. Leider ist das Modell nicht eben billig. Will man nicht ganz so viel ausgeben, empfiehlt sich der Blick zum vergleichsweise preiswerten CX 350 Street II. Soll es ein klassischer Bügelhörer sein, dann hat man die Wahl zwischen dem detailiert aufspielenden HD 238 Precision und dem bass- und dynamikstarken Gute-Laune-Hörer MDR-XB500 von Sony.

Autor: Jens