Kopfhörer: Bester Sound bei Sennheiser

top-test-6-kopfhorerOhne Kopfhörer wären Walkman und MP3-Player gar nicht denkbar. Doch die Geräte für den diskreten Musikgenuss stellen ihre Fähigkeiten auch an der heimischen Stereoanlage unter Beweis, denn mit schwieriger Raumakustik oder empfindlichen Nachbarn haben sie per se keine Probleme. Die Zeitschrift „SFT“ hat sechs HiFi-Kopfhörer unter 300 Euro geprüft und kürt das vergleichsweise günstige Modell von Sennheiser zum Testsieger.

Der Sennheiser HD-380 Pro wechselt zur Zeit schon für knapp 140 Euro den Besitzer. Das Gerät wiegt 220 Gramm, ist faltbar und sitzt relativ eng am Kopf, soll nach Aussage der Tester und dank weicher Lederpolster aber trotzdem sehr bequem sein. Offenbar lässt der niedrige Preis keinerlei Rückschlüsse auf die Verarbeitungsqualität zu, denn der Kopfhörer wirkt dank dickem Spiralkabel, stabilen Gelenken und großzügiger Polsterung sehr hochwertig. Natürlich kann es bei längerem Hörgenuss etwas warm unter den ohrumschließenden Schallmuscheln werden. Bei den technischen Details nennt Sennheiser einen Frequenzbereich von 8 bis 27000 Hertz. In Sachen Akustik darf man sich auf ein „differenziertes Klangbild“ und ein „breites Stereopanorama“ freuen, besonders Lob verdient sich der druckvolle Bass. Seine wahre Größe zeigte der Sennheiser allerdings erst bei einem gewissen Schalldruck. Wer gerne leise hört und sich ein ausgesprochen analytischen Klangbild wünscht, dem sei deshalb der Griff zum Konkurrenten von Beyerdynamic empfohlen.

Das günstigste Modell dieses Vergleichs kommt von Denon und wird als AH-D1001 bezeichnet. Der Kopfhörer in geschlossener Bauform bringt ein Gewicht von 180 Gramm auf die Waage und soll einen Frequenzbereich von 8 bis 37000 Hertz abdecken. Mit seinem geringen Gewicht und den üppigen Lederpolstern ist er sehr angenehm zu tragen. Im Vergleich zum Sennheiser und dank gut abgeschirmter Hörmuscheln gerät man allerdings relativ schnell ins Schwitzen. Auch die Verarbeitungsqualität entspricht nicht dem Niveau des Testsiegers. So hinterließen Kabel, Metallbügel und Gelenke keinen sehr robusten Eindruck. Wertvolle Punkte fährt der AH-D1001 vor allem beim Hörtest ein: Der Klang ist fein aufgelöst und besonders im Hochtonbereich sehr detailliert. Lediglich im Bassbereich zeigt sich das insgesamt als spielfreudig zu bezeichnende Modell etwas zurückhaltender. Mit einer Note von 1,8 landet der Denon auf dem fünften Platz.

Wer in Sachen Verarbeitung und Spielfreude keine Kompromisse machen will, der ist mit dem Testsieger von Sennheiser gut beraten. Klanglich fand man auch den günstigen AH-D1001 von Denon überzeugend, leider soll die Verarbeitung nicht ganz so gelungen sein.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens