top-test-24-kopfhorer_2Die Zeitschrift „test“ hat 24 HiFi-Kopfhörer, darunter 13 Funkkopfhörer, auf Ton, akustische Abschirmung, Handhabung, Stabilität und die drahtlosen Modelle zusätzlich auf Funk- und Akkueigenschaften geprüft. Überraschend gut schnitten die Funkkopfhörer ab, echten Spitzenklang gibt es trotzdem nur bei den kabelgebundenen Modellen.

Bei den Funkkopfhörern tun sich zwei Modelle mit „gutem“ Klang hervor. Zum einen der Vivanco CHH 8000 Digital, der es im Hörtest auf eine Note von 2,3 bringt. Gut fand man auch den Tragekomfort und den zweiten, optischen Audio-Eingang, wobei sich die Eingänge direkt am Gerät umschalten lassen. Kritik gibt es für die Akkus, die nicht richtig fixiert wurden und schon bei leichten Erschütterungen den Kontakt verlieren. Auch die Reichweite ist mit 30 Metern (ohne Hindernisse) nicht wirklich überzeugend. Trotz gutem Klang landet der Vivanco in der Gesamtwertung daher nur auf Rang neun. Den Testsieg bei den Funkkopfhörern sichert sich das Modell von Beyerdynamic. Im Hörtest erreicht der RSX 700 eine Note von 2,0, wobei er unabhängig vom Musikgenre „gut“ klingen soll und kaum Störgeräusche zeigt. Der Kopfhörer ist einfach in der Handhabung und umschließt – zumindest kleine Ohren - vollkommen druckfrei. Moniert werden Betriebsdauer und Reichweite, die geringer sind als normalerweise üblich. Auf dem dritten Platz landet der Philips SHC2000. Der Klang wird als „befriedigend“ (3,0) bezeichnet, denn der Philips klingt etwas dumpf und zeigt leichte Störgeräusche. Bei diesem Modell handelt es sich um einen Infrarotkopfhörer, das Gerät braucht also Sichtkontakt zum Sender. Entsprechend gering ist die Reichweite.

Drei kabelgebundene Hörer klingen - trotz der überraschend guten Ergebnisse – deutlich besser. Selbst das mit rund 60 Euro preiswerteste dieser drei Modelle, der Beyerdynamic DTX 800, bringt es im Hörtest und unabhängig vom Genre auf ein „sehr gutes“ (1,5) Ergebnis. Beim Tragekomfort darf man sich auf einen angenehmen Sitz freuen, allerdings sollten die Ohren auch hier nicht zu groß sein. Leider passt sich der DTX 800 der Kopfgröße nicht automatisch an, außerdem fand man das 315 Zentimeter lange Kabel etwas dick und relativ steif. Noch besser gefiel der Sennheiser HD 555, der ebenfalls „sehr gut“ (1,5) klingt und sich außerdem besser anpassen und aufsetzen lässt. Übrigens handelt es sich beim Sennheiser um das einzige Modell, das ab Werk einen 6,3 Millimeter Klinkenstecker für die HiFi-Anlage hat und einen Adapter auf 3,5 Millimeter mitbringt. Bei den übrigen Kandidaten ist es umgekehrt. So auch beim Philips Cineas SHP 9000, der den beiden genannten Modellen in Sachen Klang (1,5) in nichts nachsteht. Für mobile Player soll sich der Philips allerdings nicht so gut eignen. Pluspunkte gibt es für das austauschbare Kabel und den hohen Tragekomfort. Der günstigste Kopfhörer unter den kabelgebundenen Modellen kommt übrigens von Sennheiser und trägt die Bezeichnung HD 201. Für gerade mal 20 Euro bekommt man einen „gut“ (2,2) klingenden und angenehm sitzenden Kopfhörer.

Obwohl die Funkkopfhörer – allen voran die digitalen Geräte – sehr ordentlich klingen, ist man in Sachen Akustik mit einem kabelgebundenen Modell nach wie vor auf der sicheren Seite.