Kopfhörer: 19 Modelle - Sennheiser siegt, gefolgt von AKG

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top-test-19-kopfhorerDie Zeitschrift „Professional audio“ hat 19 Kopfhörer zwischen 82 und 1000 Euro getestet. Dabei wurden Ausstattung, Tragekomfort, Messwerte und Klangqualität berücksichtigt. Neben diversen Klassikern, die schon vor drei Jahren geprüft wurden, waren auch brandneue und bislang eher unbekannte Modelle vertreten. Unumstrittener Sieger dieses Vergleichs wird der HD 800 von Sennheiser, dicht gefolgt vom AKG K 702.

Alle getesteten Kopfhörer sind kabelgebunden und arbeiten nach dem dynamischen Wandlerprinzip. Das Kabel des AKG K 702 ist einseitig angebunden und steckbar. Obendrein handelt es sich um ein offenes System, der Schall kann also – im Gegensatz zu einem geschlossenen Hörer – mehr oder weniger gut nach außen dringen. Für den Live- und Außeneinsatz eignet sich der AKG somit eher weniger, dafür empfiehlt er sich fürs Monitoring, sowie für die die Misch- und Masteringarbeit. In Sachen Tragekomfort teilt sich der K 702 mit dem K 271, dem Denon AH-D5000 und dem JVC HA-DX1000-E die Spitzenplätze dieses Vergleichs. In dieser Disziplin hält der Ultrasone HFI-580 die rote Laterne, denn er entpuppt sich als „Feinjustage-resistent“. Bevor man zum eigentlichen Hörtest überging, ermittelte man den Frequenzgang des K 702: Die Messkurve verläuft vorbildlich linear, außerdem sind die Frequenzgänge für den rechten und den linken Kanal weitestgehend deckungsgleich. Genauso herausragend sind die Messkurven der Beyerdynamics DT 880 Pro und DT 880 Edition und die des Testsiegers von Sennheiser, dem HD 800. Im eigentlichen Hörtest mussten sich die Modelle in unterschiedlichen Musik-Genres behaupten. Der K 702 überzeugt mit einem ausgesprochen ausgewogenen, fast schon nüchternen Klangbild. Lob verdienen sich auch Impulsverhalten und Auflösung: Im Kopf des Hörers baut sich ein fast greifbarer Klangraum auf. Noch besser fand man in diesem Test nur den Klang des Sennheiser HD 800: Die Redaktion spricht von einem „atemberaubenden“ akustischen Raum und extremer Detailverliebtheit. Man hatte zu keiner Zeit das Gefühl, über einen Kopfhörer zu hören, fühlte sich eher an einen Studio-Monitor erinnert. Pluspunkte gibt es auch für die beeindruckende Neutralität, die extrem tiefen und sehr präzisen Bässe und die äußerst feine Höhenauflösung, die dem eines ungleich teureren Elektrostaten kaum nachsteht.

Der Sennheiser HD 800 wird wegen seiner Klangqualität und der konkurrenzlosen Raumabbildung zum Testsieger dieses Vergleichs. Dicht gefolgt vom AKG K 702, den man sogar geringfügig neutraler fand als den Sennheiser. Beide Modelle gehören ohne Frage zur Spitzenklasse. Zur Oberklasse zählt man übrigens den günstigsten Kopfhörer im Testfeld: Der rund 82 Euro (amazon) teure AKG K 121 Studio punktet mit guter Auflösung und klingt trotz leichter Betonung der Bässe und Mitten relativ ausgewogen.

Autor: Jens