Uhren und Armbänder: Wie smart darf es sein?

Wearable Smartwatch am Handgelenk

Immer weniger Menschen tragen eine klassische Armbanduhr, oft wird die Uhrzeit direkt vom Smartphone abgelesen. Doch der Platz am Handgelenk muss nicht frei bleiben, Smartwatches, Sportuhren und Aktivitätstrackern sei Dank. Eines vorweg: Die Uhrzeit zeigen sie alle an - aber nicht nur die.

Aktivitätstracker: Schlanke Gesundheits-Checker

Wenn Sie den günstigen Einstieg in die Welt der Wearables suchen, sollten Sie mit einem Aktivitätstracker anfangen. Klein, unscheinbar und relativ günstig sind Fitnesstracker ideal, um mit den grundlegenden Funktionen vertraut zu werden. Ihre Schritte werden auf unterschiedliche Art und Weise gezählt, ein Pulsmesser erfasst Ihre Herzfrequenz und kann einen ungefähren Kalorienverbrauch bei Aktivität ermitteln. Praktisch: Viele Tracker, etwa der Samsung Galaxy Fit2, erinnern Sie daran, aufzustehen und sich zu dehnen oder zu strecken, wenn Sie einmal zu lange inaktiv sein sollten. Die Silikonarmbänder vertragen auch schweißtreibenden Sport und sind recht robust.

Auch sehr günstige Fitnesstracker können gut sein. Schauen Sie vor dem Kauf am besten einmal im AppStore oder Play-Store nach der für den jeweiligen Tracker notwendigen App und lesen sich in die Nutzerbewertungen ein, um einen Eindruck über die Qualität des Trackers zu bekommen.

Generell handelt es sich bei Fitnesstrackern um technisch simplere Geräte. Die wenig energiehungrige Technik ermöglicht teils enorme Akkulaufzeiten von mehreren Wochen, sofern nicht der Puls durchgängig gemessen wird oder ein integriertes GPS-Modul beim Training ordentlich Strom verlangt. Wenn Sie gelegentlich Sport treiben und neugierig auf Ihren Puls oder den Kalorienverbrauch sind, lohnt der Griff zu einem Aktivitätstracker.

Stärken
  1. Schlank
  2. Günstig
  3. Lange Laufzeiten
Schwächen
  1. Geringer Funktionsumfang
  2. Messwerte teils ungenau

Die besten Aktivitäts- und Fitnesstracker

Sportuhren: Profi-Coach für intensives Training

Profis, Outdoor-Freunde und Extremsportler, die ihre Vitalwerte und Trainingsfortschritte so detailliert wie möglich mitverfolgen möchten, sollten nach einer Sportuhr suchen. Sportuhren sind oftmals recht groß und somit für schlanke Handgelenke ungeeignet, dafür aber deutlich widerstandsfähiger als Aktivitätstracker.

Sie liefern eine genaue Trainingsanalyse, erkennen die aktive Sportart automatisch und bieten integrierte Trainingspläne. Einige Sportuhren sind auf bestimmte Sportarten spezialisiert. So gibt es zum Beispiel Sportuhren für Golfer, die auf dem Display eine Übersicht des jeweiligen Golfplatzes und ein Scoreboard anzeigen können. Die Modelle der Garmin-Approach-Reihe gelten als zuverlässige Beispiele guter Golfuhren.

Die meist hochpreisigen Handgelenks-Boliden unterstützen häufig den Funkstandard ANT+, der für viele Pulsgurte und andere Fitnessgeräte, beispielsweise Fahrradcomputer, erforderlich ist. In Bezug auf Apps und Interaktionen mit dem Smartphone ziehen Sportuhren gegenüber Smartwatches aber klar den Kürzeren. Sie sind eben nicht ganz so klug.

Stärken
  1. Genaues Tracking für viele Sportarten
  2. Oftmals wasser- und staubdicht
  3. Profi-Funktionen wie die ANT+-Schnittstelle für Brustgurte
Schwächen
  1. Sehr teuer
  2. Eher klobige Bauweise

Die besten Sportuhren

Smartwatches: Lifestyle-Computer am Handgelenk

Wenn Sie Wert auf umfangreichere Gesundheitsfunktionen legen und zudem das nötige Budget vorhanden ist, kann eine Smartwatch der passende Alltagshelfer werden. Die klugen Uhren bestehen nur noch aus Display, ähneln optisch aber klassischen Armbanduhren. Sie versuchen weitestgehend, den Griff zum Handy zu ersetzen: Benachrichtigungen anzeigen und beantworten, schnell mal ein paar Informationen wie Wetter, Nachrichten oder neueste Social-Media-Aktivitäten am Handgelenk durchscrollen oder die eigene Fitness im Blick behalten – eine Smartwatch macht es möglich. Sogar Lautsprecher und Mikrofon sind oftmals eingebaut, um auf dem Smartphone eingehende Anrufe entgegenzunehmen und zu telefonieren.

Die Bedienung sieht kompliziert aus, ist aber sehr intuitiv. Dank eines Touchscreens tippen Sie mit dem Finger ganz einfach auf die Funktion oder den Menüpunkt, den Sie anwählen möchten. Viele Smartwatches unterstützen inzwischen auch kontaktloses Bezahlen via NFC. Die aufwendige Technik und zusätzliche Komponenten wie das häufig genutzt GPS-Modul fordern allerdings ihren Tribut bei der Akkulaufzeit, weshalb Smartwatches selten länger als ein paar Tage durchhalten.

Da der kontaktlose Bezahlprozess mittels NFC-Schnittstelle meist an Ihre biometrischen Daten, also den Fingerabdruck oder das Gesicht gebunden ist, gilt dieses Verfahren als weitaus sicherer als mit der üblichen EC-, Debit- oder Kreditkarte.

Sport und Fitness kommen bei den raffinierten Hightech-Uhren nicht zu kurz. Die typischen Fitnesstracker-Funktionen sind bei Smartwatches standardmäßig drin. Außerdem bieten sie häufiger als Aktivitätstracker ein integriertes GPS-Modul, was die Aufzeichnung von Strecken ohne verbundenes Handy möglich macht. Schlaftracking und die Analyse von Tiefschlafphasen können dabei helfen, Ihr Wohlbefinden zu steigern.

Stärken
  1. Sehr großer Funktionsumfang
  2. App-Stores und komplexes Betriebssystem
  3. detaillierteres Fitness- und Gesundheitstracking
Schwächen
  1. Akkulaufzeiten im Vergleich schwächer
  2. Deutlich teurer

Die besten Smartwatches

Diese Hersteller sind bei Kunden besonders beliebt

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Wearables und Ihre Gesundheit: Mehr als nur ein Spielzeug

Inzwischen sind vor allem Smartwatches vollgepackt mit Sensoren zur Messung Ihrer Vitalwerte. Angefangen mit einem Pulsmesser, können hochpreisige Modelle mittlerweile auch die Blutsauerstoffsättigung mittels Pulsoximeter erfassen und sogar ein EKG anfertigen. Besonders Apple hat sich mit seinen Apple Watches auf die Herz- und Kreislaufgesundheit fokussiert. Die Uhren können im Moment eines unregelmäßigen Herzschlags ein EKG anfordern, um ein mögliches Vorhofflimmern zu erkennen. Es  gibt zahlreiche Erfahrungsberichte von Patienten und Kardiologen, die bestätigen, dass solche Funktionen dabei helfen, bislang unerkannte Herzrhythmusstörungen zu erkennen. Dies wissen auch viele Krankenkassen, weshalb Smartwatches und Fitnesstracker oft bezuschusst werden. Hier kann sich ein Anruf bei Ihrer Krankenkasse lohnen.

Die Vitalwerte eines Wearables sind nicht auf medizinischem Niveau und ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei konkreten Symptomen unbedingt an einen Arzt.

Aktuelle Tests:

  • Stiftung Warentest (5/2021) prüft 27 Wearables: „Die Neuen gehen unter
  • MAC LIFE (8/2021) prüft 6 Fitnesstracker: „Mini-Trainer am Arm
  • TRAIL (4/2021) prüft 3 GPS-Sportuhren: „Vernunftattacke