Schnee & Rodeln gut
Zu den beliebtesten Schlittenmodellen zählt nun schon seit Generation der sogenannte Davoser Schlitten aus Holz. Der mit zwei Eisenkufen versehene Schlitten bietet bis zu drei Personen Platz, weswegen er sich auch für Familien gut eignet. Für kleinere Kinder lassen sich außerdem Rückenlehnen anbringen. Bei Modellen ab rund 40 Euro kann davon ausgegangen werden, dass die Rodelschlitten stabil und robust sind. Der Davoser Schlitten ist nicht übermäßig schnell und auch das Lenken und Bremsen mit den Füßen will erst gelernt sein. Die Schlitten sind dafür relativ spurstabil.
Etwas leichter fallen Bremsen und Lenken bei einer Unterart des klassischen Holzschlittens, dem sogenannten Hörnerschlitten, bei dem die beiden Kufen vorne aufgebogen sind. Speziell Kinder können sich an den beiden Hörnern besser festhalten. Beide Holzschlitten sind optimal für präparierte Pisten beziehungsweise verschneite Wege und Straßen, sinken jedoch im Pulverschnee schnell ein und werden dann mitunter unfahrbar. Die Schlittenklassiker gibt es mittlerweile in zusammenklappbaren Ausführungen (ideal für das Auto), in Kunststoff (preiswert,
leicht) sowie auch aus Aluminium. Letztere richten sich hauptsächlich an sportliche Fahrer. Sie sind sehr spurstabil, schnell und – je nach Preisklasse – mit weiterem Komfort wie zum Beispiel einer Federung oder Bremsen ausgestattet. Angeboten werden auch Holzschlitten mit Gelenken zwischen Kufen und Sitzbock, die auf enge Kurvenfahrten und hohes Tempo ausgelegt sind – für Anfänger und Kinder sind sie daher ungeeignet, und, da sie ferner recht teuer sind, auch für Gelegenheitsrodler nicht zu empfehlen.
Aufgrund ihrer großen Auflagefläche und des daraus resultierenden Auftriebs sind für Pulverschneefahrten Bobs ideal. Die leichten, entweder mit beidseitigen Handgriffen oder sogar mit einer Lenkung ausgestatteten und aus Kunststoff gefertigten Bobs sind vor allem unter Kindern und Jugendlichen beliebt. Sie sind nahezu unkaputtbar, sofern nicht gerade das preiswerteste Modell ausgewählt wurde, erwachsenentaugliche Modelle sind jedoch eher die Ausnahme. Bobs sind auf weichem Schnee leichter zu lenken als ein Holzschlitten (nicht jedoch auf vereisten Untergründen) und können auf der Piste mitunter mächtig Fahrt aufnehmen. Der als Bremse dienende, in den Schnee greifende Haken sollte möglichst mittig angebracht sein, weil dadurch der Bob leichter seine Spur behält.
Besonders kleine Kinder wiederum lieben die „Po-Rutscher“, etwas eleganter auch Snow-Gleiter genannt. Die einfachen Plastik-Rodelschalen mit Griff sind preiswert, werden nicht zu schnell und sind problemlos im Rucksack unterzubringen. Allerdings taugen sie nur für kleinere, präparierte Hänge und nicht für tieferen Schnee. Doch Vorsicht: Gezielte Kurvenfahrten sind mit einer Rodelschale nicht möglich, etwas leichter fällt dies mit den größeren Versionen mit Bremsgriff (Tellerrutschen).
Seit einigen Jahren sind auf den Pisten immer häufiger aufblasbare Schlitten anzutreffen. Sie sind schnell, dämpfen kleinere und auch größere Bodenunebenheiten und bieten daher einen hohen Fahrkomfort und nicht selten gleich mehreren Personen Platz. Auf die rein als Fun-Schlitten gedachten Modelle sollte sich allerdings nur unerschrockene Erwachsene oder ältere Jugendliche setzen – sie sind nämlich nahezu unlenkbar. Die ebenfalls aufblasbaren, hyperschnellen Airboards wiederum lassen sich dank Rippenprofile am Geräteboden und durch Gewichtsverlagerung leicht steuern, sind aber auch eher als Sportgeräte einzustufen. Die auch Skibobs oder Sitzrodel genannten Lenkschlitten schließlich „fahren“ auf breiten Kufen oder sogar Skiern, ermöglichen aufgrund des hohen Sitzes eine komfortable, aufrechte Haltung und sind ideal für flotte Kurvenfahrten auf der Piste oder im tiefen Schnee. Sie setzen allerdings etwas Übung voraus und erfordern einen guten Gleichgewichtssinn sowie eine gewisse sportliche Basiskonstitution.