Wir beraten Sie unabhängig: In unserer Liste finden Sie die aktuell besten spanischen Rotweine aus Tests und Meinungen. Durchschnittlich werden die Produkte mit Note 1,8 bewertet. Aktuell an der Spitze ist Utiel-Requena DO Vicente Gandia 1994 Hoya de Cadenas Reserva.
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Das Bezeichnungssystem bei spanischen Rotweinen
Weltweit besitzt kein Land eine solch große Weinanbaufläche wie Spanien – obwohl doch eigentlich Frankreich als das Mutterland der Weinliebhaber gilt. Rund 5.000 Bodegas (Weingüter) produzieren auf über 1,018 Millionen ha Anbaufläche mehr als 250 verschiedene Rebsorten. Dabei sind allerdings einige rote Reben trotz der insgesamt zu findenden Rebenvielfalt beinahe übermächtig. Dies gilt insbesondere für den Tempranillo, einen sehr jungen und duftig-fruchtigen Rotwein mit guter Lagerungsfähigkeit.
Die Rebsorten
Ihm ähnelt der etwas später reifende Garnacha (Grenache), mit dem er öfter verschnitten wird. Allerdings ist der Garnacha nicht mehr sehr beliebt, weshalb die Anbaufläche seit vielen jahren stark am Schrumpfen ist. Weniger fruchtig, dafür von starker Säure und niedrigem Alkoholgehalt ist der Bobal. Er wird fast immer mit dem stark aromatischen Monastrell verschnitten. Weitere rote Reben aus Spanien sind der Mencía mit einer leichten, eher duftigen Note und der Mazuelo, der außerhalb Spaniens eher als Carignan bekannt ist.
Die Qualitätsstufen
Was die Qualität der spanischen Weine angeht, hat das Land ein ausgesprochen komplexes Sicherungssystem. Mit "Vino de Mesa" wird hierbei herkömmlicher, einfacher Tischwein bezeichnet. Die Auszeichnung "Vino de la Tierra" (VdlT) bezeichnet qualitativ etwas besser gestellte Landweine. Ist der Zusatz "Cosecha" gegeben, so wurde oftmals nicht die nötige Reifezeit erzielt. CVC-Weine dagegen sind Verschnitte aus mehreren früheren Jahrgängen, die aus Restbeständen erzeugt werden.
Die Spitzenlagen
Doch rund die Hälfte der spanischen Weine darf das Qualitätssiegel D.O. (Herkunftsbezeugung) tragen. Dabei zeichnen sich besonders die Anbaugebiete Rioja und Priorat aus - sie dürfen sogar das noch höherwertige D.O.Ca auf dem Etikett tragen. Absoluter Spitzenwein aber wird in Einzellagen erzeugt, von denen es bislang genau zwei Stück gibt: Dominio de Valdepusa und Pago Guijoso. Bei den Qualitätsweinen lohnt zudem ein Blick auf das Etikett: Findet sich hier der Zusatz "Reserva", so wurde der Wein im Minimum zwei Jahre lang in Flaschen und ein Jahr im Fass gelagert. Bei der "Gran Reserva" waren es sogar drei Jahre in Flaschen und zwei Jahre im Fass.