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Ratgeber zu Festplattenreceiver

Aufnahmeprofis

Technisat TechniCorder ISIO STCFestplattenreceiver sind vielseitig: Mit ihnen empfängt und speichert man digitale TV-Sender. Ist ein Twin-Tuner an Bord, dann lassen sich zwei Programme gleichzeitig aufnehmen. Über USB-Buchsen oder Kartenleser wird der interne Speicher erweitert, zudem können viele Geräte ins Netz eingebunden werden. Was leisten die Aufnahmeprofis im Einzelnen?

Single- oder Twin-Tuner?
Ist die Frage nach dem Empfangsweg geklärt, sollte man überlegen, welche Funktionen wichtig sind. Wer einen TV-Receiver sucht, der sich als Recorder behauptet, braucht ein Gerät mit PVR-Unterstützung. Das Kürzel „PVR“ steht für Personal Video Recorder und mithin für die Fähigkeit, SD- und HD-Sender auf einer externen oder internen Festplatte zu archivieren. Meist werden die Sendungen mit den EPG-Informationen gespeichert, allerdings nicht bei jedem Gerät. Will man parallel zur Wiedergabe eines Senders ein anderes Programm aufnehmen beziehungsweise zwei Sender parallel aufnehmen, dann ist ein Gerät mit doppeltem Empfangsteil (Twin-Tuner) die richtige Wahl. Üblicherweise sind die internen Festplatten ab Werk verbaut, zum Teil müssen sie nachgerüstet werden. Auf eine 500 Gigabyte große Festplatte passen 250 Stunden in SD- oder 150 Stunden in HD-Qualität. Ist die Festplatte voll, kann man ältere Aufnahmen löschen oder die Dateien, zumindest in den meisten Fällen, auf einen externen Speicher bzw. auf einen Computer kopieren. Teilweise können die Aufnahmen direkt aus dem Heimnetz abgerufen werden. Festplattenreceiver mit Schnittstellen für externe Blu-ray-Brenner sind eher selten – Ausnahmen wie die Dreambox DM 7020 HD bestätigen die Regel. Wer seine Aufnahmen partout auf einer Disc archivieren will, greift zu einem DVD- beziehungsweise zu einem Blu-ray-Recorder samt DVB-Tuner.

Einschränkungen im HD+ Betrieb
Pay-TV-Abonnenten brauchen einen Festplattenreceiver mit integriertem Kartenleser oder CI- respektive CI-Plus-Slot. Im CI-Plus-Slot platziert man ein separat erhältliches CAM (Conditional Access Module) und die Smartcard des Bezahlsenders. Bei der Aufnahme privater Programme muss man mit Restriktionen seitens der Rechteinhaber leben - vor allem bei HD+ Sendern: Receiver mit integriertem Kartenslot für HD+ können aufgenommene oder pausierte Sendungen nicht vorspulen, außerdem fehlen Schnitt- und Kopierfunktionen. Nach einer Weile können die gespeicherten Aufnahmen vom Sender gesperrt werden. Bei Receivern mit CI-Plus-Slot sind die Einschränkungen noch größer, hier werden dauerhafte Aufnahmen der HD+ Programme komplett unterbunden. Immerhin kann man eine Sendung bis zu 90 Minuten puffern (Timeshift). Mehr Freiheiten gibt es bei den HDTV-Paketen einiger Kabelnetz- und IPTV-Anbieter (Internet Protocol Television). Apropos IPTV: TV-Receiver, die per LAN oder drahtlos per WLAN auf IPTV-Inhalte, HbbTV-Angebote und andere Online-Dienste zugreifen, stehen derzeit hoch im Kurs. Für gewöhnlich lassen sich per LAN oder WLAN auch komprimierte Foto-, Video- und Audio-Dateien aus dem Heimnetz abrufen, umgekehrt fungieren viele Festplattenreceiver ihrerseits als Server. In einigen Fällen können die Geräte mit einem Internetbrowser programmiert werden.