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Diabetes mellitus

Beim Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) kommt es aus unterschiedlichen Gründen zur Blut-Überzuckerung (Hyperglycämie). Je nach Art der Erkrankung kann man ihr mit Tabletten, tierischem Insulin, Humaninsulin und genetisch erzeugten Insulin-Analoga begegnen. Häufig liest man noch die alten Bezeichnungen Diabetes Typ 1 und Typ 2. Der stärker verbreitete Diabetes mellitus Typ 2 mit nur relativem Insulinmangel lässt sich häufig in den ersten Jahren noch mit Tabletten und einer speziellen Diabetiker-Diät behandeln. Diese Form kann aus einer genetisch bedingten Insulinresistenz entstehen oder assoziiert sich mit anderen Stoffwechselerkrankungen wie Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), ausgeprägte Vergrößerung der Körperendglieder im Alter (Akromegalie) oder wird durch medikamentös-chemische Einflüsse (Glukocortikoide, Neuroleptika) verursacht. Auch treten an den Beta-Zellen der Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse genetische Defekte auf, sodass zu wenig Insulin vom Körper produziert wird. Der anfänglich relative Insulinmangel beim Typ 2 endet jedoch fast immer in einem absoluten, der dann insulinpflichtig wird. Tritt die Zuckerkrankheit schon im jugendlichen Alter auf, spricht man vom juvenilen Diabetes mellitus, der dem Typ 1 entsprechen soll und sofort insulinpflichtig wird. Nach genauer Diagnostik durch den Facharzt kann über die künftige Therapie mit Tabletten oder Insulin-Injektionen entschieden werden. Häufig ist für die exakte Einstellung der Einzel-Tagesdosen ein Klinikaufenthalt unumgänglich. Neben der regelmäßigen Einnahme der vorgeschriebenen Medikamente wird vom Diabetiker auch die strikte Einhaltung der Diät verlangt. Die so genannten Diabetiker-Lebensmittel führen häufig noch zur Verschlechterung des Gesamtkrankheitsbildes und werden ab 2011 nicht mehr als solche in den Läden deklariert. Viele erkennen diese anfangs schmerzfreie, schleichende Erkrankung auch gar nicht – meist kommt es zur Entdeckung durch einen zufälligen Arztbesuch oder dem späten Auftreten von Sekundär-Erkrankungen. Die Durchblutungsstörungen der kleinsten Blutgefäße, sie verkleben vom Zuckergehalt regelrecht, verursachen Organschäden der Augennetzhaut, der Nieren und der peripheren Nerven. Die diabetische Netzhauterkrankung führt zur Erblindung, die Nierenschädigung bis hin zum Versagen mit regelmäßigen Dialysebesuchen. Bei Schädigungen der großen Blutgefäße kommt es zur peripheren Arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), deren letzte therapeutische Konsequenz die Amputation der Extremität ist. Bei Übergewicht und gleichzeitigem Diabetes mellitus werden Herzinfarkt und Schlaganfall stark begünstigt. Dem Diabetiker bleibt nur die Disziplin bei der Einnahme der Medikamente und Einhaltung der Diät.