Modell-Auswahl treffen
Um Bücher und Hefte sicher zur Schule und wieder zurückzutransportieren, stehen heutzutage gleich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Die Auswahl umfasst den traditionellen Schulranzen ebenso wie Rücksäcke. In den letzten Jahren sind aber auch Trage- oder Umhängetaschen wieder häufiger zu sehen. Der neuste Schrei sind Ranzen in Rollkoffer-Bauweise (Trolleys). Doch welches Modell eignet sich für welche Schülergruppe am besten?
Grundsätzlich sollten nach Expertenmeinung Grundschüler ausschließlich mit einem klassischen Ranzen zur Schule gehen. Er verteilt das – mitunter doch sehr hohe – Gewicht der diversen Unterrichtsmaterialien am besten gleichmäßig über die gesamte Rücken-, Schulter- und Nackenmuskulatur. Polsterungen, eine ergonomische Form sowie die stabile Kastenbauweise verhindern, dass die in diesem Alter noch im Wachstum befindenden Knochen überbeansprucht werden und Haltungsschäden die Folge sind.
Spätestens auf der weiterbildenden Schule äußern viele Kinder den Wunsch, auf einen Rucksack umsteigen zu wollen. Aufgrund ihrer niedrigeren Eigenstabilität verteilt sich das Gewicht einseitig im Rucksack, außerdem werden sie meistens nur lässig über der Schulter getragen. Die Schwerpunktverlagerung kann bei jüngeren Kindern auf Dauer zu Haltungsschäden führen – für die Grundschule ist ein Rucksack demnach nicht anzuraten. Beim Kauf sollte man Modelle vorziehen, die speziell für den Schuleinsatz konstruiert werden und Polsterungen am Rücken und am Träger sowie über diverse Innenfächer verfügen. Die Gefahr, dass Bücher und Hefte in Mitleidenschaft gezogen werden, ist natürlich trotzdem größer als bei einem Ranzen.
Schultaschen wiederum werden in der Regel mit einem Gurt über der Schulter getragen (seltener am Tragegriff mit der Hand), weswegen sie für jüngere Schulkinder ebenfalls nicht ratsam sind. Das Gewicht verlagert sich auf eine Seite, was zu Haltungsschäden führen kann. Besonders beliebt sind seit einigen Jahren einfache, aus Plastik oder Stoff gearbeitete Umhängetaschen (sogenannte Kuriertaschen). Unter ihnen eigen sich die Modelle mit einem zusätzlichen Bauch-/Brusttragegurt besonders für Jugendliche, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren, da diese (Kurier-)-Taschen sich kaum vom Körper wegbewegen und damit beim Radfahren hinderlich sind. Ein weiterer Vorteil: Kuriertaschen werden in den seltensten Fällen nur als Schultaschen eingesetzt, sondern auch zum Ausgehen oder Einkaufen.
Ein neuer, allerdings noch nicht sonderlich weit verbreiteter Trend sind Schul-Rollkoffer. Dabei wird der Ranzen entweder am Trolley befestigt oder dieser ist sogar komplett in den Ranzen integriert. Da Trolleys nicht getragen, sondern gezogen werden, spielt das Gewicht des (vollgepackten) Ranzens keine so große Rolle mehr. Abgesehen von ihrem „modischen Touch“ sind Trolleys insbesondere für Kinder/Jugendliche mit Rückenproblemen oder für eher zart gebaute Kinder eine denkbar gute Alternative zu einem Ranzen, Rucksack oder einer Umhängetasche. Sie sollten daher, falls einer dieser Fälle vorliegt, ernsthaft in Betracht gezogen werden.