Medikamente Übelkeit / Erbrechen

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Emesis

Übelkeit und Erbrechen können durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufen werden, deren Behandlung mit Medikamenten nicht immer erforderlich ist. Die häufigste äußerliche Ursache ist die über das Gleichgewichtsorgan (Innenohr) als Reisekrankheit ausgelöste Form. Die Verabreichung der Präparate erfolgt meist in Tropfenform / als Zäpfchen, da Tabletten weniger toleriert werden. Neben optisch oder geruchsseitig verursachtem Ekel als äußerer Reiz für Übelkeit und Erbrechen tritt am häufigsten die Reisekrankheit auf. Diese Erkrankung, auch unter den Namen Kinetose oder Motion Sickness bekannt, wird durch Reizung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr hervorgerufen. Besonders stark kann die Reisekrankheit auf See auftreten – paradoxerweise gibt es auch eine Landkrankheit bei Seeleuten. Die meisten Medikamente für diese Form der Erkrankung sind verschreibungspflichtig, da sie direkt im Zentralnervensystem wirken. Als Darreichungsformen kennt man als vorbeugende Maßnahmen Tabletten, Injektionen und transdermale Pflaster, die den Wirkstoff langsam an den Körper abgeben. Als alternative Behandlung kann man auch Ingwer in dünnen Scheiben einnehmen, die eine erwiesen beruhigende Wirkung besitzen. Präparate mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat sind als Vorbeugetherapie nicht immer geeignet, auch wenn sie wie Vomex A, Vomacur oder direkt unter der Bezeichnung Reisedragées angeboten werden. Ein weiteres Medikament, welches beruhigend auf den oberen Magen-Darm-Trakt wirkt, ist Metoclopramid – besser bekannt als MCP. Die bekanntesten Handelsnamen sind Paspertin, Migraeflux und Primperan. Es wird gerne bei der Migränetherapie verschrieben und in Kombination mit den Schmerzmitteln verabreicht, da es die Aufnahmefähig des Körpers gegenüber anderen Schmerzmitteln steigert. Schwangere sollten nach Möglichkeit die Einnahme der genannten Medikamente vermeiden und versuchen, so über die Runden zu kommen. Gleiches gilt für übermäßigen Alkoholkonsum oder Zustände nach Lebensmittelunverträglichkeiten – hier reinigt sich der Körper selbstständig. Bei Hirnerkrankungen oder chronischen Magen-Darm-Erkrankungen mit starkem Erbrechen ist in jedem Fall der behandelnde Arzt hinzuzuziehen. So sollte auch bei psychisch bedingten Essstörungen mit eigenprovoziertem Erbrechen eine Fachkraft hinzugezogen werden.