Der Begriff der Zyklusstörung ist sehr allgemein und soll ein Ausbleiben, eine Verlängerung, die Häufigkeit, die Heftigkeit, die Regelmäßigkeit und die Schmerzhaftigkeit zusammenfassen. In jedem Fall liegt eine mehr oder minder starke Beeinträchtigung des monatlichen Menstruationszyklus vor. Eine fachärztliche Untersuchung kann hier die Ursachen klären, die sehr unterschiedlich gelagert sein können und auch in ihrer Konsequenz mehr oder minder gravierend empfunden werden können. Insbesondere dann, wenn ein Kinderwunsch besteht und Unfruchtbarkeit zur Zyklusstörung gehört.
Diagnostik
In erster Linie muss der Gynäkologe eine genaue Anamnese (Krankengeschichte) erfassen, die sich mit der eigenen, aber auch familiären Vorbelastung beschäftigt. Dazu gehört auch die Erfassung von psychischen Dispositionen und Belastungen. Neben der eigentlichen gynäkologischen Untersuchung können Ultraschall-, Blut- und Urinuntersuchungen weiteren Aufschluss über die Ursache der Zyklusstörung bringen.
Ausbleiben
Man spricht von einer Amenorrhoe, wenn die Regelblutung ganz ausbleibt oder über mehrere Monate nicht auftritt. Dabei ist abzuklären, ob zusätzliche psychische Belastungen vorliegen. In der Regel kann hier eine Hormontherapie schnell weiterhelfen. Jedoch sollte bei zusätzlicher psychischer Stresssituation therapeutisch eingegriffen werden.
Verlängerung und Verkürzung
Wenn die Periode mit normaler Stärke und Dauer abläuft und nur in den Zeitintervallen variiert, besteht kein sonderlich Anlass zur Sorge und in den meisten Fällen ist keine Behandlung erforderlich. Bei Kinderwunsch sollte jedoch ein zyklusbeeinflussendes Präparat eingenommen werden.
Verstärkung
Im Falle einer zu starken und zu langen Regelblutung ist diagnostisch die Ursache genau zu klären. Hier können organische Veränderungen der Gebärmutter in Form von Myomen (Geschwulsten) und Polypen vorliegen, die sich operativ entfernen lassen. Auch eine Ausschabung der Gebärmutter kann für schnelle Abhilfe sorgen. Moderne Formen bestehen als Laserabtragung und Hitzebehandlung der Gebärmutterschleimhaut. Falls kein organischer Befund vor, lässt sich die Blutungsstärke meist mit Hormonen beeinflussen.
Unregelmäßigkeit
Kommt es zu häufigen Zwischenblutungen, sollte abgeklärt werden, ob ein organischer Befund in Form von Myomen (Geschwulst der Gebärmutter) vorliegt und operative Konsequenzen infrage kommen. Liegt eine hormonelle Störung vor, lässt sich diese meist mit Hormonpräparaten in den Griff bekommen. Falls kein Kinderwunsch mehr besteht, kann auch eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut die Lösung sein.