Bei der Endometriose handelt es sich um eine Gewebsverlagerung an den falschen Ort. Dabei siedelt sich Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutterhöhle an und verändert sich entsprechend dem Menstruationszyklus, wie es auch in der Gebärmutter der Fall ist. Bei der zyklischen Veränderung kommt es zu vermehrten Schmerzen, die es dem behandelnden Gynäkologen schwer machen, eine exakte Diagnose zu stellen. Meist werden Kontrazeptiva (Pille) verordnet, die durch die Unterdrückung der Menstruation die Beschwerden deutlich lindern können.
Ursachen
Bislang hat man keine endgültigen Ursachen für die Entstehung einer Endometriose festlegen können. Eine Vielzahl an Theorien versucht das Entstehen der Erkrankung zu erklären und setzen dabei an vollkommen unterschiedlichen Ausgangssituationen an. Diese reichen von einer Transplantationstheorie (Zellverschleppung) über genetische Ursachen bis hin zur Einwirkung von Umweltöstrogenen und anderen schädlichen Stoffen. Alle Theorien sind experimentell untermauert und das macht die definitive ursächliche Festlegung so schwierig.
Symptome und Diagnostik
Als Leitsymptom wird immer der krampfartige Schmerz während des Menstruationszyklus genannt (Dysmenorrhoe), der sich je nach Lokalisation der falsch angesiedelten Gebärmutterschleimhautzellen auch im Bauch und im Rücken bemerkbar machen kann. Häufig kommt es auch zu einem verlängerten Zyklus, der mit starken Schmerzen beim Geschlechtsverkehr einhergeht. Durch die allgemeine Symptomatik der Erkrankung ist für den behandelnden Arzt entsprechen schwer, eine exakte Diagnose zu erstellen. Statistiken zeigen, dass junge Frauen unter 19 Jahren sehr viele verschiedene Arztbesuche hinter sich haben, bis die Endometriose diagnostiziert wurde und auch bei Frauen bis 30 Jahre vergehen meist drei Jahre, bis die der Fall ist. Durch die starke körperliche Einschränkung der erkrankten Frauen kommt es zu großen Ausfallzeiten bei der Berufsausübung (durchschnittlich 45 Tage im Jahr) und es entsteht ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden (22 Milliarden US-Dollar pro Jahr).
Behandlung und Prognose
Der Krankheitsverlauf ist zwar gutartig, aber chronisch mit einer relativ schlechten Prognose auf komplette Heilung, da die Rückfallquote nach operativer Sanierung hoch ist. Eine Besserung steht jedoch mit Einnahme der Hormonpräparate ohne Pause in Aussicht. Begleitend werden die gängigen Schmerzmittel wie ASS, Ibuprofen und Diclofenac eingenommen.