Geländewagen

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Offroad-Autos

Ein Geländewagen in Reinkultur zeichnet sich durch Folgendes aus: Allradantrieb, große Bodenfreiheit, Sperrdifferential und Getriebeuntersetzung. Legt man derart strenge Maßstäbe an, bleiben von all den Fahrzeugen, die nach einem Geländewagen aussehen, nicht viele übrig. Von den weit verbreiteten Sport Utility Vehicles (SUVs) besitzen viele nur Frontantrieb. Bevor sich die Geländewagen zu Lifestyle-Vehikeln entwickelten, waren sie privat reine Zweckfahrzeuge für Förster, Landwirte oder Globetrotter. Einige Liebhaber erstanden auch aus Bundeswehr-Beständen ausgemusterte DKW Munga oder VW Iltis. Das Ausland war in der Szene durch Jeeps, Land Rover oder Land Cruiser vertreten. Grobstollige Reifen, Leiterrahmen, Blattfedern, spartanische Innenausstattung und Mattlacke in Tarnfarben sind auch weiterhin die gewollten Merkmale dieser Autos für hartgesottene Offroad-Fans. Ein Durchschnittfahrer kann mit diesen Besonderheiten wenig anfangen und sieht sich zusätzlich durch hohe Verbrauchswerte abgeschreckt. Der Range Rover steht beispielhaft für einen anderen Geländewagen-Typus: Weg vom Militär- oder Expeditionsfahrzeug, hin zum teuren, komfortablen Fortbewegungsmittel. Bei ihm hatten die Rover-Verantwortlichen offenbar den englischen Landedelmann im Auge, der stilvoll ein paar geschossene Fasane von seinem weitläufigen Anwesen nach Hause transportieren will. Der Wagen zeigt geglättete Formen, sein Innenraum bietet gediegenen Oberklasse-Pkw-Komfort, und er ist wie ein Zivilfahrzeug lackiert – der Vorläufer aller SUVs in Europa. Als der Range Rover 1970 in den Handel kam, machte er bei der Geländegängigkeit allerdings keine Zugeständnisse. Ebensowenig wie der neun Jahre später erschienene Mercedes G. Er bereichert als „Wolf“ den Fuhrpark der Bundeswehr. Der Stuttgarter Allradler wird, wie auch der Range Rover, in optisch kaum veränderter Form bis heute produziert. Für raues Terrain gedacht ist auch der Lada Niva, der seit 1976 im russischen Togliatti vom Band rollt. Von der kompromisslosen Geländetauglichkeit eines Niva sind etliche der neuen SUVs weit enfernt. Käufer schätzen sie eher wegen ihrer hohen Sitzposition und ihres großen Raumangebotes. Als ihr erster echter Vertreter gilt der Toyota RAV4 mit selbsttragender Karosserie, den die Japaner 1994 in Deutschland präsentierten. Inzwischen leisten sich nur noch wenige Hersteller, die SUV-Zielgruppe nicht zu bedienen. BMW, Volkswagen oder Mitsubishi bieten gleich mehrere Modelle an, und sogar der rumänische Renault-Ableger Dacia mischt seit 2010 bei den Crossover-Autos mit. Folglich gibt es die Vielzweckwagen in unterschiedlichen Größen und für jeden Geldbeutel. Allerdings können einige Pseudo-Geländewagen abseits befestigter Wege schnell in Schwierigkeiten geraten. Viele SUVs müssen ohne Allradantrieb auskommen, haben ein Fahrwerk für asphaltierte Straßen und können durchdrehende Reifen auf rutschigem Untergrund weder durch eine Differentialsperre noch durch einen untersetzten Gang verhindern. Der Kundschaft dürfte dies relativ egal sein, da sie selten in solche prekären Situationen geraten wird. Welche Wichtigkeit der SUV-Markt hat, zeigt der Einstieg des Sportwagenherstellers Porsche, den man lange Zeit nicht mit hochbeinigen Geländewagen in Verbindung gebracht hätte. Doch weit gefehlt, 1953 hatte sich Porsche mit einem „Jagdwagen“ an der Bundeswehrausschreibung beteiligt, die allerdings schlussendlich der DKW Munga gewann. Der Porsche Cayenne, durchaus geländetauglich, knüpft also an alte Traditionen der Zuffenhausener Sportwagenschmiede an.