Einschätzung unserer Autoren
Nokia N 78
Firmware-Upgrade v12.046 beschleunigt das Smartphone
Das Upgrade wird allerdings nicht über den bekannten Nokia Software Updater erhältlich sein, interessierte Anwender müssen den Vorgang direkt über das Handy initialisieren. Dies geht bei der englischen Sprachversion des Nokia N78 über den Weg „Menü > Tools > Utilities > Device Manager“, dort dann auf „Options“ klicken und „Check for updates“ auswählen. Mit 900 Kilobyte Größe ist das Upgrade verhältnismäßig klein, weshalb ein Download nicht weiter schmerzen sollte. Warum Nokia das Firmware-Upgrade allerdings nicht auf dem üblichen Weg bereitstellt, ist rätselhaft.
Nokia N 78
Mit FM-Transmitter Musik an Radios senden
Eines der am stärksten beworbenen Verkaufsargumente für das Nokia N78 ist der eingebaute FM-Transmitter, mit dem der Nutzer seine Musik an Radioempfänger in der Umgebung übertragen kann. Die Reichweite ist zwar begrenzt, der Nutzen dagegen unbestreitbar: Wer zum Beispiel ein Autoradio ohne Line-In oder USB besitzt kann das Nokia N78 und das Radio einfach auf die gleiche Frequenz einstellen und so die Musik über die Fahrzeugboxen hören. Das Gleiche funktioniert natürlich auch mit dem Taschenradio auf Arbeit. Problematisch wird es allerdings, wenn starke lokale Sender das eigene Signal überlagern. Dann ist etwas Frequenzsuche angesagt.Während hierzulande der FM-Transmitter wohl mit dem Nokia N78 wie angekündigt verkauft wird, sieht das in anderen Ländern teilweise anders aus. Schuld sind rechtliche Hintergründe, da dort das Senden auf FM-Frequenzen durch Privatpersonen verboten ist. So berichten N78-Käufer aus Frankreich, Griechenland, Irland oder auch Italien vom Fehlen des FM-Transmitters, wie Unwired View schreibt. Wer also gerne Schnäppchen in ausländischen Online-Shops einkauft: Aufgepasst! Das Nokia N78 könnte in seiner Funktionalität eingeschränkt sein.
Nokia N 78
Neues Gerät, altes Problem: Mäßige Akkuleistung
Nachdem es schon bei den bisherigen N-Serie-Modellen von Nokia deutliche Kritik an der Akkuleistung gab, zeigt auch das neue Nokia N78 schwache Ausdauerwerte. Der Hersteller gibt für die Gesprächszeit im GSM-Netz etwas mehr als vier Stunden an, im UMTS-Netz sind es gar nur knapp über drei Stunden. Für die Stand-by-Zeit werden etwa 13 Tage genannt.Es ist das alte Problem mit Nokia-Geräten: In Hinsicht Ausstattung und Vielfältigkeit über jede Kritik erhaben, schwächeln sie beim Akku. Gerade einmal drei Stunden hat man beim N78 also Zeit, um im Internet zu surfen. Drei Stunden, um die von Nokia so beworbenen Musik- und Videostreams zu genießen. Interessant ist, dass die Zeitschrift connect entgegen der Herstellerangaben im Test eine GSM-Gesprächszeit von sechs bis sieben Stunden gemessen haben will. Im UMTS-Netz habe diese aber mit etwas mehr als zwei Stunden wiederum ausgesprochen niedrig gelegen. Und das ist für ein Handy, das so dezidiert die Online-Nutzung bewirbt, schlicht zu wenig.
Nokia N 78
Sicher navigieren dank GPS und A-GPS
A-GPS ist eine feine Sache, da so auch in dicht bebauten Gegenden eine sichere und vor allem deutlich schnellere Standortbestimmung möglich wird. Leider unterstützen die deutschen Netzbetreiber, über deren Netz A-GPS laufen müsste, diesen Service bislang noch gar nicht. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden... anders als einige andere modere Handymodelle kann das Nokia N78 ja auch über herkömmliches GPS navigieren.
Nokia N 78
Kamera ohne Schutzabdeckung
Die in das Nokia N78 integrierte 3,2-Megapixel-Kamera muss leider ohne eine Schutzabdeckung auskommen. Der einzige Schutz, der ihr von Nokia zugestanden wurde, ist die minimale Versenkung der Kameralinse in das Gehäuse. Eine kleine silberne Metallschiene rahmt die Linse ein. Dies soll bereits Kratzer verhindern.Da zeigt sich Nokia ausgesprochen mutig. Ich bezweifle ganz ehrlich, dass diese minimalste Versenkung der Kamera irgendetwas an Schutz bietet. Vielmehr wird der kleine Vorsprung hervorragend dazu dienlich sein, alle Staubfusseln und sonstigen Schmutzrückstände in der Hosentasche regelrecht einzufangen und auf die Linse zu fokussieren. Was bitte ist daran so schwierig, einer Kamera eine Abdeckung zu spendieren?
Nokia N 78
Besseres Display als Nokia N95 8GB
Das Display des Nokia N78 ist laut einem Testbericht auf GSMArena so gut, dass es sogar die Qualität desjenigen des Nokia N95 8GB übertrifft. Vor allem Helligkeit und Kontrast haben die Tester demzufolge überzeugen können. Auch in der Sonne könne das Display des Nokia N78 vollkommen überzeugen. Selbst bei grellem Hintergrundlicht seien alle Informationen gut von dem 2,4-Zoll-QVGA-Display ablesbar, lediglich die Farben wirkten dann etwas ausgewaschen.Nokia ist ja für die gute Lesbarkeit seiner Handydisplays bekannt – aber dass das Nokia N78 sogar noch das N95 8GB hierin übertreffen würde, ist schon eine Überraschung. Schließlich gilt das N95 hierin vielen als Klassenprimus.
Nokia N 78
Highspeed-Zugriff auf Fotos, Musik und Videos
Das Nokia N78 setzt konsequent auf Multimedia via Highspeed-Internetzugriff. Das Smartphone läuft mit dem neuesten Symbian-Betriebssystem Version 9.3 und der Benutzeroberfläche S60 3rd Edition Feature Pack 2. Dies soll unter anderem die Zugriffszeiten auf im Handy hinterlegte multimediale Inhalte niedriger gestalten als auf den Vorgängermodellen und die Menüstruktur benutzerfreundlicher gestalten. Damit Bilder, aber insbesondere Musik und Videos direkt aus dem Internet gestreamt werden können, verfügt das Nokia N78 über GPRS, EDGE, UMTS und HSDPA für jeweils schnellstmögliche Datenverbindungen. Alternativ steht WLAN zur Verfügung.Mit dem N78 hat Nokia erneut bewiesen, dass es der Hersteller für Multimedia-Handys ist, die sich nicht auf eine Rolle wie Musik- oder Kamera-Handy festlegen wollen. Das Nokia N78 glänzt durch eine breite Multimedia-Fähigkeit, die nicht auf das Handy selbst beschränkt ist. Denn dank EDGE, HSDPA und WLAN ist der Highspeed-Zugriff auf Fotos, Musik und Videos im Internet beinahe jederzeit gesichert.












