Nicht alle Fahrzeugklassen bieten ordentliche Soundsysteme. Klingt die Werksanlage mäßig, lohnt der Einbau neuer Komponenten. Allerdings ist der Einbau nicht immer möglich beziehungsweise erwünscht, in diesem Fall empfiehlt sich eine Lösung, die Klang und Funktionalität ohne größere Eingriffe optimiert. Mit welcher Lösung fährt man am besten?
Sonderausstattung ab Werk
Vor allem in der Oberklasse, etwa bei den Supersportwagen, geht der Trend zum High-End-System ab Werk. Gegen Aufpreis bekommt man ein System, das der HiFi-Anlage im Wohnzimmer ebenbürtig und – berücksichtigt man das kleinere Luftvolumen im Fahrzeug - sogar überlegen ist. Nicht selten werden mehrkanalige Endstufen, zwölf oder mehr Lautsprecher und natürlich eine passende Headunit integriert. Subwoofer, die viel Raum beanspruchen, platzieren einige Hersteller direkt in der Karosserie, wie es etwa beim Porsche 911 der Fall ist. Hier nutzen die Ingenieure den sogenannten Windlaufrahmen, also den Hohlraum unterhalb der Frontscheibe. Das patentierte Verfahren spart nicht nur Platz, sondern ist obendrein effizienter als klassische Lösungen. Bei den Treibern zeigen sich die Hersteller ebenfalls spendabel, hier kommen besonders dünne und leichte Membranen zum Zuge, die ein ausgewogenes Klangbild mit klaren Höhen und authentischen Mitten versprechen. Auch in Sachen Konnektivität und Bedienkomfort müssen sich die teuren Systeme keineswegs verstecken: Zur Ausstattung gehören große Touchscreen-Displays mit fahrzeugspezifischen Funktionen, externe Monitore, Schnittstellen für iPod, iPhone und vergleichbare Medien, integrierte Bluetooth-Module zur drahtlosen Wiedergabe und zum Freisprechen, DVD-Laufwerke und sogar DVB-Tuner.
Ersatz oder Erweiterung
Einen Porsche fährt nicht jeder. Und nicht jeder ist willens, den Aufpreis für das hochwertige System des Herstellers zu zahlen. Soll die serienmäßig verbaute Anlage trotzdem optimiert werden, hat man zwei Möglichkeiten: Lässt sich die Werksanlage ohne Weiteres entfernen, was bei neueren Fahrzeugen kaum noch gelingt, dann kann man sie durch bessere Komponenten ersetzen. An erster Stelle steht ein
Moniceiver oder ein funktionelles
Radio, das mit einer kräftigen
Endstufe, einem
Frontsystem und einem
Subwoofer kombiniert wird. Das Frontsystem besteht üblicherweise aus einem Hochtöner, einem Mitteltöner und einem Kickbass pro Seite. Sollen vorhandene Einbauöffnungen genutzt werden, muss man Form, Durchmesser und Tiefe berücksichtigen. Meist ist ein Doorboard, also eine neue Türverkleidung, die bessere Wahl. Doorboards bieten mehr Platz für zusätzliche Treiber, zudem können die Türen in einem Arbeitsschritt gedämmt werden. Zur Dämmung nuzt man Bitumenmatten und spezielle Pasten. Lässt sich die Headunit nicht austauschen, kann man den Funktionsumfang mit speziellen Adaptern erweitern. Das Angebot reicht von High-Low-Adaptern zum Anschluss einer Endstufe an die Lautsprecherausgänge, über FM-Modulatoren und FM-Transmitter bis hin zu USB-, SD-, iPod-, Bluetooth- und anderen Multimedia-Interfaces.