Einschätzung unserer Autoren
1&1 DSLProvider
Bei Umstellung sofort lossurfen
Der Kunde kann die Sofort-Start-Option im Anschluss an die Bestellung eines 1&1-DSL-Tarifs beantragen. Der Provider liefert daraufhin eine UMTS-fähige SIM-Karte, mit der drei Monate lang ohne Zeit- und Volumenbegrenzung das Internet genutzt werden kann. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit liegt bei 7.200 kBit/s, es fallen weder Kosten für die Bereitstellung noch für die Nutzung des Angebotes an.
Ein UMTS-Modem freilich ist nicht mit enthalten, das muss der Kunde sich selbst zulegen. Immerhin kann ein solches in Form eines UMTS-USB-Sticks auch von 1&1 bezogen werden. Die gelieferte SIM-Karte kann nach Aussage von Golem auch nach den drei Freimonaten weiterhin genutzt werden. Dann allerdings muss einer von zwei Tarifen gewählt werden: 1&1 UMTS Flat bietet für monatlich 19,99 Euro eine Datenflatrate, 1&1 UMTS Minute dagegen kostet 9 Cent je Surfminute. Abgerechnet wird im ungünstigen 5-Minuten-Takt, so dass selbst jedes kurze Mail-Abholen mit mindestens 45 Cent zu Buche schlägt.
Wer das 1&1-Angebot nutzt, sollte also nach Ablauf der drei Monate sehr genau aufpassen, inwieweit er die UMTS-SIM-Karte weiter nutzt, ansonsten kann es mit einem Schlag sehr teuer werden. Für die Überbrückung bis zur Schaltung des Internetzugangs ist die Sofort-Start-Option aber sicher eine feine Sache. Der Provider Vodafone bietet ein solches Angebot schon seit Längerem an und hat damit eine positive Resonanz bei den Kunden erfahren.
UPDATE 31.08.2009: Wie sich mittlerweile dank eines Leserhinweises herausgestellt hat, ist das Fortführen des UMTS-Tarifes nach Ablauf der drei Freimonate keine Wahl- sondern eine Pflichtoption. Die Sofort-Start-Option erfordert eine 24-monatige Bindung an einen der beiden genannten Tarife. Wer also nicht vor hat, den UMTS-Zugang nach Ablauf der ersten drei Monate weiterhin intensiv zu nutzen, sollte unbedingt den Tarif UMTS Minute wählen. An den ist man dann zwar auch 24 Monate gebunden, es fallen aber bei Nichtnutzung keine weiteren Kosten an.
1&1 DSLProvider
1&1 übernimmt DSL-Geschäft von freenet
Der Kaufpreis entspricht knapp 176 Euro je Kunde. Er soll nach Abschluss der Kundenmigration fällig werden und basiert auf einer Bewertung des Kundenbestands von freenet. Entsprechend erhält freenet nur Geld für migrierte Kundenverträge. Bis Ende 2009 sollen aber alle diese Verträge technisch auf 1&1 übergegangen sein. Damit hätten rund 700.000 freenet-Kunden einen neuen Vertragspartner erhalten.
Zugleich wurde zwischen den beiden Unternehmen eine Vertriebsvereinbarung abgeschlossen, die mindestens bis 2014 halten soll. 1&1 gewährt freenet dabei zusätzlich zu seinen üblichen DSL-Provisionen Medienberichten zufolge noch eine in vier Tranchen fällige Sonderprämie in Höhe von 6,551 Millionen United-Internet-Aktien. Dies entspricht einem Marktwert von 49 Millionen Euro. Die Tranchen sollen bei Erreichung vordefinierter Jahresvertriebsziele ausgezahlt werden. Mit dieser Kooperation sollen in den nächsten fünf Jahren noch einmal 500.000 Neukunden gewonnen werden.




