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Ratgeber

Ratgeber zu HSDPA-Smartphones (Handys)

HSDPA - Mobiles Internet auf DSL-Niveau

Smartphones mit HSPA-FähigkeitMit HSDPA soll der Mobilfunkkunde eine mobile Interneterfahrung auf DSL-Niveau erfahren. Eigentlich alle modernen Smartphones bieten diesen UMTS-Datenturbo - vom Highend bis hinunter zum Einsteigermodell. Kein Wunder: Wer im mobilen Internet unterwegs sein will, benötigt HSDPA (mitunter auch schlicht HSPA genannt) für eine halbwegs zügige Navigation und ebensolche Downloads. Was also ist HSDPA – und wo kann man es nutzen?

Was ist HSDPA?
Bei HSDPA (high speed downlink packet access) handelt es sich um ein Verfahren zur Datenübertragung, das auf UMTS (dem Mobilfunkstandard der dritten Generation) basiert. Entsprechend wird HSDPA des Öfteren auch als 3.5G oder 3G+ bezeichnet. Der Datenturbo erhöht die Download-Geschwindigkeit auf mindestens 1,8 MBit/s – also auf mehr als das Vierfache des mit UMTS möglichen. Das sind Datenraten, wie man sie sonst nur vom heimischen PC mit DSL-Anbindung kennt.

Und sie steigen kontinuierlich: Kurz nach Einführung wurden die Netze auf 3,6 MBit/s aufgerüstet, mittlerweile sind dank des verbessertem HSPA+ teils Geschwindigkeiten von bis zu 42,2 MBit/s erzielbar. Die beiden Netzausrüster Ericsson und Huawei haben sogar schon vorgeführt, wie langfristig Geschwindigkeiten von bis zu zu 56 MBit/s per relativ einfachem Software-Upgrade und MiMo-Antennentechnik (Multiple-Input-Multiple-Output) erzielt werden können.

Nicht in jeder Hinsicht wie DSL
Hierbei ist aber zu beachten, dass HSDPA ausschließlich den Download von Daten beschleunigt – der Upload bleibt hiervon unberührt und damit bei den mageren 128 kBit/s von UMTS. Wer auch diesen beschleunigt haben will, muss darauf achten, dass sein Mobiltelefon auch HSUPA besitzt. Dies ist die Schwestertechnologie, die ihrerseits nur den Upload beschleunigt. HSUPA wird dabei ebenfalls in immer mehr Handys integriert, beide Beschleuniger zusammen werden von den Herstellern vielfach einfach unter HSPA zusammengefasst.

Doch auch die Ping-Zeiten entsprechen keinesfalls denen, die man von DSL gewohnt ist. Diese beschreiben die Zeit, die zwischen dem Senden einer Anfrage und der Antwort des Servers vergeht. Und bei HSDPA sind diese Zeiträume mit 150 bis 200 ms deutlich höher als bei DSL mit unter 50 ms. Daher sind Online-Spiele und gestreamte Videos auch mit HSDPA oftmals kein Vergnügen. Der Datenturbo dient vor allem dem rasanten Surfen und dem zügigen Download großer Dokumente oder E-Mails mit Dateianhängen.

Wer kann HSDPA nutzen?
Nicht alle kommen gleichermaßen in den Genuss des Turbo-Internets. Die Netzbetreiber betreiben den Ausbau ihrer UMTS-Netze auf HSDPA und HSPA+ mit unterschiedlichem Engagement. Am weitesten sind bislang die beiden großen Netzbetreiber T-Mobile und Vodafone. T-Mobile-Kunden haben nach Angaben des Unternehmens im gesamten UMTS-Netz Zugriff auf HSPA+, wobei durchweg 42 MBit/s zur Verfügung stehen sollen. Natürlich können vertragliche Regelungen andere Geschwindigkeiten vorschreiben, da dies nur die Maximalbrandbreite darstellt, die sich mehrere Nutzer einer Funkzelle teilen müssen. Vodafone steht da übrigens nur wenig zurück, hier sind im Netz mittlerweile bis zu 21,6 MBit/s möglich.

o2 folgt an dritter Stelle. Auch hier wurde das ganze UMTS-Netz mittlerweile umgerüstet, die Downloadgeschwindigkeit wurde dabei in den letzten Jahren fast durchweg auf 7,2 MBit/s erhöht. Das ist zwar deutlich weniger als bei der Konkurrenz, dafür punktet der Provider bei der Verbindungsstabilität in Städten. E-Plus wiederum hat in den vergangenen Jahren massiv aufgeholt und liegt beim Ausbau kaum noch hinter o2. Die Geschwindigkeiten bewegen sich dabei je nach Anbindung der Basisstationen ans Internet zwischen 3,6 und 42 MBit/s. Die höchste Ausbaustufe (Dual Cell) soll seit Dezember 2013 für alle Kunden nutzbar sein. Da o2 und E-Plus fusioniert haben, können die Kunden mittlerweile beide Netze nutzen - was sich gerade bei der HSPA-Abdeckung positiv bemerkbar machen dürfte.

Daher: Wer HSDPA und damit mobiles Breitband-Internet nutzen möchte, sollte nicht nur darauf achten, dass sein Handy den Turbo unterstützt – sondern auch sein Netzbetreiber. Darüber hinaus gilt: Die von den Netzbetreibern angegebenen Werte sind oftmals theoretischer Natur und gelten nur unter idealen Bedingungen. Meist liegt die tatsächliche Geschwindigkeit spürbar unter diesen Maximalwerten.