Süßes & Knabbereien Sonstiges: Hohe Acrylamidbelastung

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Eigentlich sah die Entwicklung positiv aus: Nach den Funden erschreckend hoher Acrylamid-Werte in Pommes Frites vor einigen Jahren war es in den Folgejahren immer ruhiger um den Stoff geworden, der als hochgradig krebserzeugend gilt. Doch nun schlägt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Alarm: Ausgerechnet die in der jetzt kommenden Weihnachtszeit hochgradig beliebten Lebkuchen enthalten immer mehr Acrylamid.

Acrylamid entsteht beim Backen, Braten, Frittieren oder Rösten stärkehaltiger Lebensmittel. Einen offiziellen Grenzwert für die Substanz gibt es zwar nicht, doch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) analysiert regelmäßig mehrere Tausend Produkte auf dem deutschen Markt und pickt sich die zehn Prozent der am stärksten belasteten Lebensmittel einer Gruppe heraus. Dann wird Kontakt zu den betroffenen Unternehmen aufgenommen und gemeinsam nach Wegen gesucht, die Produktion und Rezepturen zu optimieren.

In den vergangenen Jahren konnten so beeindruckende Erfolge erzielt werden: Gerade bei Produkten für Kinder wie etwa Zwieback, Keksen und den beliebten Kartoffelchips konnte die Belastung deutlich gesenkt werden. Anders der Trend bei Kaffee-Ersatz, Kartoffelpulver und... Lebkuchen. Der angesetzte Signalwert soll bei Lebkuchen um 30 Prozent überschritten worden sein, die am stärksten belastete Probe habe sogar sagenhafte 300 Prozent des als kritisch empfundenen Schwellwertes enthalten.

So löblich die Untersuchungen und Bemühungen des BVL um eine Änderung der Rezepturen sind: Leider verschweigt das Bundesamt unverständlicherweise die Namen der Hersteller. Da hilft nur eines: Lebkuchen dieses Jahr möglichst meiden und stattdessen auf Spekulatius umsteigen – denn die sollen dieses Jahr kaum belastet sein. Und dann nächstes Jahr die Ergebnisse der nächsten Analyse abwarten...