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Ratgeber

Ratgeber zu Sigma Spiegelreflexkameras

Sigma digitale Spiegelreflexkamera

Das 1961 gegründete japanische Unternehmen ist auf die Herstellung von Objektiven, Kameras und Blitzgeräten spezialisiert. Durch die seit 1979 in Rödermark bei Frankfurt bestehende Niederlassung ist der Firmenname bei deutschen Käufern recht bekannt für alternative Objektive. Einige halten deshalb Sigma sogar für einen deutschen Hersteller. Das Angebot an Spiegelreflexkameras ist mit nur zwei Modellen sehr übersichtlich, wobei beide mit dem seltenen Foveon X3 Direktbildsensor ausgestattet sind.

Foveon X3
Dieser CMOS-Sensor stammt von dem amerikanischen Unternehmen Foveon, das mittlerweiele zu Sigma gehört. Die Bezeichnung X3 resultiert aus dem Bauprinzip, das die Sensorelemente in drei Schichten übereinander liegen lässt. Dadurch ist es möglich, mit jedem Pixel alle RGB-Farben aufzuzeichnen. So kann langwelliges Rot tiefer in das Silizium eindringen als das kurzwellige Blau. Durch den Infrarot-Sperrfilter erreicht der Hersteller eine Farbempfindlichkeit, die dem menschlichen Auge sehr ähnlich ist. Beim sonst gebräuchlichen Mosaikfarbfilter kommt es schneller zu Abtastfehlern, Fehlfarben und Artefakten, da sehr viel rechenintensive Interpolationen stattfinden. Nachteilig zeigt sich jedoch, dass der Photonenstrahl durch die dreifache Schichtung immer schwächer wird und das Rauschen der drei Farben unterschiedlich ausfällt und es bei einer Unterbelichtung zu rotem Rauschen kommt.

Sigma SD1 Merril Sigma SD1 Merril

SD1 Merril
Den Body der bereits seit 2012 produzierten SD1 Merrill ist mittlerweiele für knapp unter 1.000 EUR erhältlich. So soll eine Konkurrenzfähigkeit in der unteren Profiklasse erzeugt werden, die mit einer Vielzahl an Objektiven ausgestattet werden kann. Der Foveon X3 Merrill (Name des Entwicklers) Sensor im Format 23,5 x 15,7 Millimeter liefert eine effektive Auflösung von 46 Megapixeln. Diese Angabe bezieht sich jedoch auf die drei übereinander liegenden Schichten. Bilder kommen hingegen mit einer Auflösung von 15,2 Pixeln. Aufgrund der besseren  Farbauflösung wirken diese jedoch ähnlich detailstark wie doppelt so hoch aufgelöste Aufnahmen eines herkömmlichen Sensors.