6 Leica Spiegelreflexkameras im Archiv
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  • S-E: Fazit aus Tests und Meinungen
  • S2: Fazit aus Tests und Meinungen
  • Digilux 3: Fazit aus Tests und Meinungen
  • M7: Fazit aus Tests und Meinungen
  • R9 mit Digital-Modul-R: Fazit aus Tests und Meinungen
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Ratgeber

Ratgeber zu Leica Spiegelreflexkameras

Monokultur

Die Qual der Wahl kennt man beim deutschen Produzenten für hochwertige Spiegelreflexkameras nicht. Seit 2009 baut Leica die S-Modelle und bestückt die DSLR-Kategorie mit jeweils einem einzigen Modell im Mittelformat. Mit einer sehr kompakten Bauweise und einem relativ geringen Gewicht will das S-Modell bei den Profifotografen zusätzlich zur guten Ausstattung punkten. Der aktuelle Nachfolger der S2 nennt sich nur noch S und bittet den interessierten Käufer mit rund 19.500 EUR zur Kasse.

Technik
Der aktuelle CCD-Sensor wurde in der Bildqualität gegenüber der S2-Kamera noch verbessert, ohne die Auflösung von 37,5 Megapixeln zu verändern. Auch die Abmessungen des Sensors von 30 x 45 Millimetern sind geblieben. Jedoch sollen Bildprozessor und Sensor dank Aufstockung des Arbeitsspeichers auf zwei GByte schneller zusammenarbeiten. Dadurch sollen eine natürlichere Farbwiedergabe, ein genauerer Weißabgleich und ein geringeres Bildrauschen ermöglicht werden. Die Empfindlichkeit wurde gegenüber dem Vorgänger ebenfalls auf ISO 100 bis 1.600 verbessert. Im sogenannten Graukarten-Modus lässt sich eine Referenz für alle folgenden Aufnahmen erstellen und beschleunigt die Serienbildfunktion. So lassen bis zu 32 Aufnahmen im RAW-DNG-Format mit gleichzeitiger JPEG-Speicherung pro Sekunde anfertigen. Im reinen JPEG-Modus wird die Serienbildgeschwindigkeit nur von den Fähigkeiten der Speicherkarten begrenzt. Diese lassen sich gleich doppelt einsetzen und parallel nutzen. So lassen sich die JPEGs gleich von den RAWs gesondert abspeichern. Das integrierte GPS-Modul schreibt alle relevanten Ortsdaten in die EXIF-Daten der Aufnahme, wodurch das S-Modell zeitgemäß ausgestattet ist.

Handhabung
Der nur 1.260 Gramm wiegende Body ist ergonomisch geformt und soll das Freihandfotografieren besonders leicht machen. Das Bedienkonzept ist mit den vier Soft-Keys einfach und intuitiv gestaltet worden und erhielt in Form eines Joysticks eine Fünf-Wege-Taste zur Navigation auf der verbesserten Benutzeroberfläche. Das klassische Stellrad am ergonomisch geformten Griff ist nach wie vor anwesend und leicht zu erreichen. Das 3-Zoll-Display löst jetzt doppelt so stark auf und stellt auf 920.000 Bildpunkten 16,7 Millionen Farben des sRGB-Farbraums dar. Die Schnittstellen zum PC oder Mac sind vor Staub und Spritzwasser geschützt und lassen auch den Anschluss einer Studio-Blitzanalge zu.

Drei neue Objektive
Passend zum neuen Modell ergänzt der Hersteller seine Objektivpalette um drei neue Modelle. Da ist einerseits das Super-Weitwinkel Elmar-S 1:3,5/24 mit einer Kleinbildbrennweite von nur 19 Millimetern, anderseits ein Standardzoom-Objektiv Elmar-S 1:3,5-5,6/30-90 mit einem Brennweitenbereich von 24 bis 72 Millimetern und letztendlich das Tilt/Shift-Objektiv TS-APO-Elmar-S 1:5,6/120 mit 96 Millimetern im KB-Format.