Einschätzung unserer Autoren
Zotac Ge-Force GTX 560 Ti
Nicht so laut wie behauptet
Von Hause aus wird die GeForce GTX560Ti mit den Referenzwerten ausgeliefert. Das bedeutet, dass die GPU mit 822 MHz und die GDDR5-Speichermodule mit 2.004 MHz getaktet sind. Auch beim Shadertakt wurde nichts verändert und 1.644 MHz als Grundeinstellung übernommen. Der Grafikchp GF114 durchlief den 40-nm-Fertigungsprozess und bietet noch einige Reserven für die Übertakter an. Will man jedoch mit Garantie mehr Leistung, muss man nicht unbedingt mehr Geld ausgeben, da Zotac diverse OC-Modelle bis 950 MHz GPU-Takt anbietet. Auch eine 2.048 MByte-Variante der GTX560 ist von Zotac zu haben, die alle über einen 256 Bit breiten Datenbus angebunden werden. Die Stromversorgung erfolgt über zwei 6-Pin-Kabel, da die Grafikkarte bis zu 170 Watt für sich selbst in Anspruch nimmt. Die zwei Slots an Platz beanspruchende Bauweise bietet dann rückwärtig zwei Dual-Link-DVI Ports, einen Displayport und einen HDMI-Anschluss an. Letzterer liegt in der Version 1.4a vor, die sattere Farben und bessere Blu-ray-Unterstützung sowie 8-Kanal-Sound in bester Qualität anbietet.
Bei den Benchmarks mit 3DMark bekommt man schon einen Vorgeschmack darauf, was die GTX 560 Ti alles leisten kann und warum sie eine der meistverkauften Mittelklasse-Grafikkarten zur Zeit ist. Ihre Position ist deutlich über dem direkten Konkurrenten AMD Radeon HD 6950 und füllt die Lücke zur stärkeren HD 6970. Bei den PC-Games setzt sich das in ähnlicher Weise fort und die Grafikkarte glänzt besonders bei Full HD-Auflösungen – sicherlich gibt es Games wie „Just Cause 2“ mit deutlichem Radeon-Vorteil. Bei der Temperaturentwicklung hält sich die Karte im Leerlauf mit 32 Grad Celsius zurück und klettert unter Last bis auf rund 75 Grad empor.
Mit der 560er Ti von Zotac kann man nichts verkehrt machen und alle modernen Games in Full HD (auch Battlefield 3) genießen.
Zotac Ge-Force GTX 560 Ti
Kampf in der Grafik-Mittelklasse
Ob mit oder ohne „Ti/AMP!/Game-Beilage", die GTX 560 kann sich schnell bei den interessierten Käufern als ideale Neubestückung des PCs etablieren. Allein optisch ist die 560er mit ihrem orangenen Mesh als Abdeckung rund um den Single-Lüfter schon den Einbau in einen PC wert. Bei Anschaffungskosten um 200 Euro bekommt man nicht allein gebündelte Leistung, sondern kann endlich auch aufwendige Spiele für höherwertige Grafikkarten flüssig zocken. Somit ist die GF560Ti ein würdiger Nachfolger des Klassikers GTX 460. Alle Frequenzen wurden deutlich angehoben, so dass GPU jetzt mit 822 MHz, GDDR5-Speicher mit 2.000 MHz und Shader-Takt mit 1.644 MHz arbeiten. Leider war der Hersteller mit der Standard-Spannung diesmal zu großzügig und lässt die 560Ti mit 1.142 mV laufen, was zu hohen Verschleiß und vorzeige Alterung hervorrufen – ein manuelles Senken auf 1.025 mV bringt hier Abhilfe. Trotzdem kann man ein BIOS-Upgrade erwarten, das dem Nutzer die Tüftelei der Spannungsregelung abnimmt.
Bei den Spielebenchmarks diverser Hardware-Webseiten muss sich die einfache Ti nicht verstecken. Sie kommt rund 10 Prozent ins Hintertreffen, wenn man sie mit der großen Schwester AMP! Edition vergleicht – hier könnte eine kleine Recherche einen beinahe identischen Preis zu Tage fördern und die AMP! Zur Karte der Wahl machen. Bei amazon kommt diese zur Zeit auf rund 212 Euro, während die einfache Ti etwa 205 Euro bei amazon kostet.
Bei Grafikkarten sind auf jeden Fall goldrichtig für einen Gamer mit kleinerem Geldbeutel, dem eine Full-HD-Spieldarstellung schon ausreicht.





