Seit fast 50 Jahren baut die Deutsche Wurlitzer GmbH Jukeboxen. Jetzt bringt das Unternehmen ein Modell namens Lyra in den Handel, bei dem die Musik nicht von Vinyl-Scheiben, sondern von einer 320 Gigabyte großen Festplatte abgespielt wird.
Auf die Festplatte passen mehr als 500 Audio-CDs beziehungsweise mehr als 60000 komprimierte MP3-Titel. Die Dateien werden über das CD/DVD-Laufwerk, über eine der beiden USB-Schnittstellen oder den SD/MMC-Kartenslot eingelesen, wobei man seine Lieblingsalben auch direkt von einer CD/DVD oder via USB abspielen kann. Die auf der Festplatte gespeicherten Titel lassen sich in Wiedergabelisten organisieren und dank CD/DVD-Brenner sogar auf einem optischen Datenträger archivieren. Der Hersteller hat außerdem einen Ethernet-Anschluss für den Zugriff auf Radiosender aus dem Internet und auf Dateien im Heimnetz verbaut, mit einem separat erhältlichen USB-WLAN-Dongle funktioniert das Ganze auch drahtlos. Ein Aux-Eingang rundet die Anschlussmöglichkeiten ab. Bedient wird die Digital Jukebox über einen 15 Zoll großen, hochauflösenden Touchscreen oder mit der im Lieferumfang befindlichen Fernsteuerung. Für den guten Ton sind ein ins Gehäuse integrierter, zehn Zoll großer Subwoofer und zwei externe Lautsprecher aus dem Hause Adam Audio zuständig. Der eingebaute Verstärker bringt es laut Datenblatt auf eine Ausgangsleistung von 200 Watt RMS. Die digitale Version einer klassischen Jukebox ist 45,5 Zentimeter breit, 156,5 Zentimeter hoch und 48 Zentimeter tief, zur Leistungsaufnahme macht der Hersteller keine Angaben.
Bei Liebhabern klassischer Jukeboxen wird das Gerät wohl eher auf taube Ohren stoßen, interessant ist es trotzdem. Zumal der Preis von rund 2500 Euro deutlich unter dem eines Vinyl-Wechslers liegt, für den bis zu 10000 Euro fällig werden. Was die Lyra klanglich zu bieten hat, werden die Tests der Fachmagazine zeigen.
12.11.2010

