Unter den beiden im Herbst 2011 neu lancierten 27-Zöllern des Herstellers ViewSonic übernimmt der VG2732m-LED die Rolle des Multimedia-Allrounders. Der Bildschirm ist mit einem TN-Panel ausgerüstet, dementsprechend vergleichsweise schnell, und überrascht vor allem mit guten, im 27-Zoll-Segment nicht gerade häufig vorhandenen ergonomischen Einstellmöglichkeiten.
2011 geht der Trend eindeutig zu immer mehr Bilddiagonale. Nachdem die Hersteller ihre Kundschaft flächendeckend mit 24-Zöllern versorgt haben, sind nun vor allem die 27-Zöller am Zug – wobei sich der Zugewinn allein auf mehr Fläche beschränkt, denn die meisten 27-Zöller besitzen die für 24-Zöller typischen, aber auch im 22-Zoll-Bereich zur Norm gewordene Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Mit anderen Worten: Auf den größeren Bildschirmen erscheinen dank des höheren Pixelabstandes zum Beispiel Symbole und Schriften wesentlich größer, einige User werden dies aufgrund der Augenfreundlichkeit begrüßen. Ein Plus an Bildinhalten hingehen liefern diese Displays nicht.
Der ViewSonic reiht sich in diese Monitorriege, die sich primär an Privatkunden und nicht an Bildschirmprofis richtet, ohne Wenn und Aber ein. Er ist wie das Gros der Modelle für den breiten Markt mit einem TN-Panel ausgestattet, das zwar Schwächen in der Blickwinkelstabilität aufweist, dafür aber mit einer flotten Reaktionsgeschwindigkeit überzeugen kann: Der Bildschirm ist daher vor allem für Multimedia-Anwender interessant, darunter auch PC-Spieler. Aussagekräftige Messwerte aus Prüflabors liegen zwar bislang noch nicht vor, werden aber mit hoher Wahrscheinlichkeit die Video- und Spieletauglichkeit des Bildschirms bestätigen.
Die weiteren technischen Werte fallen nicht aus der Reihe, und zwar weder positiv noch negativ. In Sachen Bildqualität dürfen Kunden also die von den meisten TN-Panels gelieferte grundsolide Kost für den Office- und Heimgebrauch erwarten, als Bonbon bietet der ViewSonic sogar einen USB-Hub. Wirklich außergewöhnlich ist dafür auf der anderen Seite der Standfuß. Er erlaubt sowohl eine Höhenverstellbarkeit des Displays, das sich zudem um 120 Grad nach rechts/links schwenken sowie um 90 Grad in den Porträtmodus drehen lässt. Der Bildschirm kann also fast nach Belieben auf den Blickwinkel des Betrachters eingestellt werden.
Dieses Feature taucht bei den Modellen für den breiten Markt vergleichsweise selten auf, das es die Monitore spürbar verteuert und sie für die meisten Käufer an Attraktivität verlieren. Derweil ist der neue 27-Zöller lediglich in den Staaten erhältlich und wird dort für knapp über 400 Dollar verkauft,. Kunden, die auf die Ergonomiefunktion verzichten zu können glauben, werden daher lieber zu einem Mitbewerber mit starrem Standfuß greifen, die es derzeit schon für unter 300 Euro zu haben gibt. Wer hingegen den Komfort eines justierbaren Monitors schätzt, wird den Aufpreis mit Sicherheit in Kauf nehmen – sofern er sich in Grenzen hält, also der Endpreis auf dem deutschen Markt ebenfalls bei rund 400 Euro liegen wird.
12.09.2011

























