Für die Gestaltung des Gehäuses des VA2231w-LED hat sich der Hersteller ein gewagtes Design einfallen lassen. Die Umrandung des Displays ist nämlich je zur Hälfte in Schwarz und in Silber gehalten. Auf den ersten Blick sieht es deshalb so aus, als hätte jemand die Ecken des Monitors abgeklebt. Dieser optische Reiz des von Viewsonic vertriebenen Geräts mag daher spontan gefallen, tut er es jedoch nicht, kann der Bildschirm auf Dauer zu einer Belastung werden.
Denn unabhängig von den inneren Werten spielt bei einem Gerät, das einem tagtäglich auf dem Schreibtisch buchstäblich vor Augen steht, das Design selbstverständlich eine enorm wichtige Rolle – die leider manchmal unterschätzt wird, und zwar vor allem dann, wenn die Anschaffungskosten relativ niedrig ausgefallen sind. Ein Bildschirm mit einem ästhetischen Eigenleben macht sich langfristig gesehen jedoch bemerkbar und schiebt sich sogar recht unangenehm in den Vordergrund, sobald der anfängliche Reiz des modischen Designs verflogen ist.
Doch abgesehen von dieser kleinen „Warnung“ bietet der Monitor von Viewsonic kaum Angriffsfläche, das heißt, jedenfalls dann nicht, wenn es für den Schreibtisch ein möglichst kostengünstiger Allrounder mit ebenfalls niedrigen Folgekosten sein soll. Dank LEDs als Hintergrundbeleuchtung ist er nämlich nicht nur State-of-the-Art, er zieht auch lediglich 22 bis 24 Watt aus der Steckdose. Darüber hinaus bedient er mit seinem Seitenverhältnis von 16:9 und einer Auflösung von 1.920 x 1080 Pixeln (Full-HD) die Wünsche von Videofans. Bei Office- und Internetanwendungen hingegen kann die hohe Auflösung mitunter auch zum Fluch werden, da Schriften und Symbole verhältnismäßig klein ausfallen – nicht jedes Auge ruht mit Wohlgefallen auf ihnen. Als Reaktionszeit nennt der Hersteller die obligatorischen 5 Millisekunden, die verbaute Flüssigkristall-Technologie (TN-Panel) lässt die Erwartung zu, dass bewegte Bilder jeder Art auch tatsächlich ohne nennenswerte Beeinträchtigung wiedergegeben werden.
Gemessen an seiner Ausstattung und seinen inneren technischen Werten sind die etwa von Amazon für den Monitor veranschlagten 145 Euro einen Tick zu hoch gegriffen, vergleichbare Allrounder sind auch schon für 10 oder 20 Euro weniger zu haben. Das auffällige Design könnte also auch in diesem Punkt den Ausschlag bei einer Kaufentscheidung geben, denn aus der ansonsten doch recht einheitlich grauen Masse sticht der Viewsonic auf jeden Fall heraus – was in gewisser Hinsicht den kleinen Aufpreis gerechtfertigt erscheinen lässt.
16.06.2011




























