Wieviel Performance hinter zwei AMD Radeon 6990-Grafikchips plus 4 GByte DDR5-RAM stecken ist wohl jedem bekannt, der sich für den Kauf einer High-End-Grafikkarte entschließt. Viel Performance bedeutet gleichzeitig viel Abwärme und die Doppel-GPU-Karte produziert unter Last rund 375 Watt/h – das ist beinahe genug, um Brötchen aufzubacken. Tul, der Hersteller von PowerColor-Grafikkarten, will dem Problem durch eine Wasserkühlung begegnen, wie es schon in anderen Modellen (AX5970 LCS) mit Liquid Cooling Solution als Namenszusatz der Fall war.
Gerade die Kaufinteressenten, die bereits eine großdimensionierte Wasserkühlung besitzen – bitte keine WaKü einsetzen, die im 5,25''-Schacht eingebaut ist – legen auch Wert darauf, dass sie nicht vom Lärm eines Dutzend Gehäuse-Lüftern erschlagen werden. Neben den guten Optionen zur Übertaktung steht die Wasserkühlung auch für optimale Betriebstemperaturen zur Erhaltung der Langlebigkeit der Chips. Wie warm es im Gehäuse mit Standard-Kühlung der Grafikkarte werden kann, haben die Kollegen von Tom's Hardware in einem ausführlichen Test belegt. Auch sie sprechen eine Warnung für die Besitzer von 08/15-Gehäusen der 50-Euro-Klasse aus – da ist der Totalschaden schon vorprogrammiert. Selbst in dem edlen Corsair-Tower kam es beim Testen zu Innentemperaturen von deutlich über 50 Grad Celsius, was streckenweise zu Auflösungserscheinungen geführt hat. Mit einer guten Wasserkühlung lassen sich derartige Probleme leicht vermeiden und auch die entfernte Positionierung im CrossfireX-Betrieb wird dann nebensächlich.
Entscheidet man sich für die Liquid Cooling Solution der Radeon 6990, bekommt man die selben technischen Leistungsdaten wie bei der luftgekühlten Version. Auch die vier Mini-Display-Ports stehen neben der DVI-Buchse bereit, um genügend Monitore mit Eyfinity einzubinden. Bleibt nur noch abzuwarten, welche Temperaturen im Praxistest entwickelt werden.
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- Erschienen: 25.05.2011
- Details zum Test
ohne Endnote
„Positive Aspekte: lautlose Kühlung (die Pumpe der Wasserkühlung außen vor gelassen); niedrige Temperaturen; sehr gutes Overclocking-Potenzial.
Negative Aspekte: ab Werk keine Übertaktung; Referenz-PCB schränkt das Overclocking ein; vermutlich recht hoher Preis.“




























