Einschätzung unserer Autoren
Toshiba AC100-10V
Android macht Tiefstpreis möglich
Auch wenn sich der Sinn eines Android-Netbooks den Testern von PC-Welt in ihrer Beurteilung im vergangenen Dezember noch nicht erschließen konnte, wird es jetzt umso offensichtlicher, wenn man sich die Angebote anschaut. Amazon liefert für 169 Euro das AC100-10V von Toshiba frei Haus – so günstig war noch kein Qualitätsnetbook eines namhaften Markenherstellers.Auch wenn Android-Smartphones und Tablets/Pads ganz stark am IT-Markt vertreten sind, bleiben immer noch Anteile vom Kuchen für die beliebten Netbooks. Und Toshiba wird nicht der einzige Hersteller sein, der mithilfe von Googles Android den Anschluss nicht verlieren will. So ist das AC100 optisch ein klassisches Netbook, aber im Inneren finden sich Komponenten, die man auch in Smartphones finden kann.
Da findet man den Nvidia Tegra 250 mobilen Webprozessor der neuesten Generation, der aus den beiden mit 1 GHz getakteten ARM-Kernen besteht und dank symetrischem Multi-Processing für extrem kurze Ladezeiten der Internetinhalte sorgt, inklusive schnellem Rendern von sehr komplexen Seiten. Dazu gehört ein ULP (Ultra Low Power) Grafikprozessor, der neben einer vollen Flash-Beschleunigung auch HD-Darstellung beherrscht. Das 10,1 Zoll große Display löst zwar nur bis 1.028 x 600 Pixel auf, jedoch besitzt das Netbook einen HDMI-Port, der dann 1.080p-Bilder gestochen scharf an ein anderes Darstellungsgerät senden kann. Auch wenn man nur 512 MByte Arbeitsspeicher vorfindet, kann man schnell feststellen, dass die Kapazität unter Android ausreichend ist. Als Massenspeicher wurde dem nur 860 Gramm wiegenden Kleinen eine 8 GByte große SSD spendiert – für größere Datenmengen sollte man sich jedoch eine externe 2,5-Zoll-Festplatte oder große SD-Karten zulegen. An Netzkonnektivität mangelt es dem Toshiba nicht, denn alle WLAN-Protokolle werden beherrscht und ein UMTS-Chip sorgt für weitere Netzanbindungen unterwegs. Als einziges Feature könnte der Android-User die Telefonfunktion vermissen – jedoch, bei derart geringen Anschaffungskosten kann man eben nicht alles haben. So erhält man ein bestens ausgestattetes Smartphone im Netbook-Format – Umdenken ist angesagt.
Toshiba AC100-10K
Jubiläums-Netbook zum 25sten
Zu Toshibas 25-jährigem Firmen-Jubiläum im Mobilgeschäft kommt zum August 2010 das Netbook AC100 auf den Markt. An der mageren Ausstattung erkennt man schnell, dass der so genannte „Cloud Companion“ für den schnellen Sprung in Internet gedacht ist und seine Daten aus der „Cloud“ bezieht – lokaler Speicher ist out. Dem kleinen und sehr flachen Netbook stehen nämlich nur 8 GByte Flash-Speicher in Form einer eingebetteten MMC-Card zur Verfügung. Das nur 14 bis 21 Millimeter dicke Toshiba AC100 kommt auf ein Gesamtgewicht von 870 Gramm und entbehrt nicht einer gewissen Eleganz. Eine gute Verarbeitung ist man vom Hersteller Toshiba gewöhnt und findet diese am AC100 ebenfalls vor. Das 10,7 Zoll große Display löst den Desktop mit 1.024 x 600 Bildpunkten auf, der aber auch via HDMI auf 1080p extern skaliert werden kann. An Konnektivität mangelt es nicht, da LAN, WLAN, Bluetooth und UMTS zur Netzwerkanbindung zur Verfügung stehen – eine deutlich günstigere Variante ohne UMTS soll es dann für rund 350 Euro geben. Als Prozessor arbeitet ein 1 GHz Tegra2, der von 512 MByte DDR3-Arbeitsspeicher unterstützt wird. Als Betriebssystem findet sich ein Android 2.1 mit automatischem Update auf 2.2 Froyo. Der große Vorteil beim Android ist, dass es innerhalb von einer Sekunde aus dem Standby-Modus betriebsbereit ist. Dieser Modus soll insgesamt für bis zu sieben Tagen möglich sein und unter üblicher Arbeit hält der Akku bis zu acht Stunden durch.
Mit UMTS wird das Toshiba AC100 rund 450 Euro teuer sein und den neuen Nutzer schon fast zwingen, seine Daten dauerhaft in die „Cloud“ zu verschieben – das wird nicht jedem gefallen.



