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Unser Fazit
13.01.2015
MD3,6LI
Am Stromspeicher gespart
Das Drehmoment des MD3,6LI der Conrad-Marke Toolcraft ist erstaunlich hoch, und auch mit seiner Drehzahl hängt der kleine Akkuschrauber so einige seiner Konkurrenten ab. Gerade deshalb ist es schade, dass an der Stromversorgung und der Drehmomentvorwahl gespart wurde.
Hohes Drehmoment aber keine Vorwahl
Die Kapazität des 3,6-Volt-Lithium-Ionen-Akkus beträgt im Gegensatz zu anderen Mini-Akkuschraubern seiner Klasse nur 1,3 statt 1,5 Amperestunden. Das verringert natürlich die mögliche Einsatzdauer, noch dazu, wenn man den Antrieb mit einem an sich erstaunlich hohen Drehmoment von 5 Newtonmetern und einer Drehzahl von 250 Umdrehungen pro Minute fordert. Da macht es nicht viel Sinn, dem Gerät ein Ladegerät beizulegen, das ganze 3 bis 4 Stunden braucht, um den einen Akku wieder flott zu machen. Und auch die LED-Arbeitsleuchte, die praktische Ablage und der 15-teilige und farbcodierte Bit-Satz plus Magnet-Bithalter machen den Kohl auch nicht mehr fett.
Fazit
Wäre ein zweiter Akku und ein schnelleres Ladegerät im Zubehör, könnte man sich mit dem Gedanken an den Kauf des kleinen Toolcraft durchaus anfreunden. Da dies jedoch nicht der Fall ist, sind rund 32 EUR (Amazon) doch etwas viel, trotz relativ ordentlicher Ausstattung und Bit-Depot am Ladegerät. Die Leistungswerte hören sich jdeoch sehr gut an. Der MD3,6LI lohnt sich also nur für die, die nur ab und zu etwas zusammenschrauben müssen, etwa Küchenmöbel. Für den Zusammenbau der Möbel des kompletten Umzugs muss man sich dann aber Zeit nehmen, wenn man sie hat. Zudem sollte man wahrscheinlich höllisch aufpassen, dass den Schräubchen nicht die Köpfe abreißen, da man stets mit dem vollen Drehmoment unterwegs ist, weil eine Vorwahl fehlt.