Normalerweise gelten Dampfreiniger der Klasse unterhalb von 1.500 Watt Leistungsaufnahme als etwas schwach auf der Brust. Das gilt umso mehr für ein Bodengerät, das trotzdem nur magere 3 bar Dampfdruck erzeugt. Erstaunlicherweise kann das nicht vom Thomas Vaporo Smiley behauptet werden. Der Dampfreiniger soll trotz seiner vergleichsweise leichten und handlichen Konstruktionsweise und der eher schwachen Leistungsdaten auf dem Papier ordentlich Dampf machen können.
Eventuell sogar etwas zu viel Dampf. Denn wie eine von vielen Verbrauchern als sehr hilfreich bewertete Rezension auf Amazon zu berichten weiß, soll das Gerät auf jegliche Isolation verzichten. Es handle sich bei allen Steckverbindungen um einfache Plastikbauteile ohne Dichtungen, weshalb beim Arbeiten ständig heiße Wassertröpfchen aus dem Griff liefen. Das Reinigen von Fensterrahmen beispielsweise sei daher vollkommen unmöglich. Der Kunde berichtet, dass er das Gerät daraufhin kurzerhand zurückgeschickt habe.
Die Reinigungsleistung,so bestätigt auch dieser Kunde, soll bis dahin durchaus ordentlich gewesen sein. Doch was nützt dies, wenn einem bei jeder Arbeit mit erhobenem Griffstück die heiße Brühe die Arme entlang läuft? Somit reduziert sich der Anwendungsbereich für den Thomas Vaporo Smiley zwangsweise auf das Reinigen von Böden – und selbst hier dürfte das am Griffstück herunter tropfende Wasser auf Dauer stören. Denn damit wird der Boden schlichtweg zu feucht, was insbesondere bei empfindlichem Holzlaminat alles andere als wünschenswert ist.
Da hilft auch der niedrige Preis des Dampfreinigers nichts. Mit knapp 38 Euro (Amazon) wäre er prinzipiell ein echtes Schnäppchen, doch angesichts eines solch wesentlichen Mangels kann eigentlich nur vorm Erwerb abgeraten werden. Haben unsere Leser den Reiniger bereits getestet? Ist bei irgendwem das geschilderte Problem aufgetreten?
12.05.2011





















