Einschätzung unserer Autoren
Telme C 135
Senioren-Handy im schicken Mantel
Das Telme C135 ist in dieser Hinsicht erfreulich anders. Mit seiner leicht kurvigen Form und den edel wirkenden Seitenelementen kann das Handy sicherlich auch Personen außerhalb der Zielgruppe ansprechen – lediglich der dominante, rote Notrufknopf auf der Rückseite hätte ein wenig dezenter ausfallen dürfen. Ansonsten jedoch verraten allenfalls die groß auf die Tasten aufgedruckten Zahlen den Zweck des Telefons – und selbst diese fügen sich angenehm in die Gesamterscheinung ein.
Das ist erfreulich, zumal das Telefon ansonsten alles bietet, was man von einem Seniorenmodell erwartet. Dazu gehören neben der erwähnten Notruffunktion, welche auf Knopfdruck automatisch zwei vorher abgespeicherte Telefonnummern anruft, vor allem großformatige Tasten, ein gut ablesbares Display und extra laute Ruftöne. Letztere können auf eine Lautstärke von bis zu 100 dB(A) eingestellt werden – das entspricht einer Kreissäge und sollte auch bei gerade verlegtem Hörgerät den Anruf zuverlässig signalisieren.
Zu den weiteren Annehmlichkeiten gehören ein Lichtsignal bei eingehenden Anrufen, ein starker Vibrationsalarm, eine praktische Tischladestation und ein integriertes FM-Radio. Das Telme C135 ist natürlich auch mit Hörgeräten kompatibel und kann zusätzlich eine Taschenlampenfunktion vorweisen. Nur eines könnte hinderlich wirken: Dem aktuellen Trend folgend sind viele Funktionstasten an der Gehäuseseite angebracht. Das aber sagt nicht jedem Nutzer zu, da es bei motorischen Störungen nur zu schnell vorkommen kann, dass man dadurch beständig Funktionen verstellt. Wer damit kein Problem hat: Für 80 Euro ist das Telme C135 ansonsten ein gelungenes und fair bepreistes Senioren-Handy.

