Unter den zahlreichen Leserbewertungen, die zum ZE811D vorliegen, weist bislang jedenfalls nur eine einzige auf ein bedenkenswertes Manko des Entsafters von Tefal hin: Er eignet sich nicht für jede Obst- oder Gemüsesorte gleich gut. Insbesondere weiche Früchte werden häufig zu Mus verarbeitet und landen, noch vor Saft strotzend, im Trester.
Zwar weist der Hersteller in der Gebrauchsanleitung auf diese Einschränkung hin, allerdings bekommt man diese als Kunde schließlich erst dann zu Gesicht, wenn der Entsafter bereits in der Küche steht und seiner Aufgaben harrt. Aus diesem Grund sollte man sich vor einem Kauf bewusst darüber sein, dass der Tefal wie die meisten Hochgeschwindigkeits-Entsafter nicht alles effektiv zu Saft verarbeiten.
Die ansonsten anzutreffende Meinungen über die hohe Saftausbeute des Tefals ist vor diesem Hintergrund also zu relativieren. Dass das Gerät aber dank einer hohen Motorleistung von 900 Watt keine größeren Probleme mit härteren Lebensmitteln hat, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden. Der Einfüllstutzen wiederum fällt zwar mit rund 7,5 Zentimetern recht groß aus. Trotzdem ist es ratsam, etwa Äpfel und Möhren vor dem Entsaften klein zu schnippeln, um den Entsafter erst gar nicht in Versuchung zu führen. Von Vorteil wiederum ist sicherlich die kompakte Bauweise. Der Trester sowie der Saftbehälter sind nämlich beide komplett in das Gerät integriert. Trotzdem ist das Gerät nicht länger beziehungsweise tiefer als rund 30 Zentimeter und eignet sich daher auch für kleinere Küchenzeilen. In puncto Lautstärke bescheinigen die meisten Käufer dem Tefal einen verhältnismäßig leisen Betrieb, die Reinigung erfolgt wie üblich durch den kompletten Ausbau aller teile und auf Wunsch teilweise in der Spülmaschine.
Abgesehen von den eingangs erwähnten Einschränkungen präsentiert sich der Tefal unterm Strich als solider Entsafter, der eine Anschaffung sicherlich lohnt, allerdings nur, wenn regelmäßig Saft aus Hauspressung gewünscht wird – denn mit knapp 130 Euro (Amazon) ist das Gerät nicht gerade preiswert und sollte sich daher am besten täglich Mühe geben, die hohe Investition zu rechtfertigen.
29.11.2011


























