Wer keine Lust auf einen röhrenden und rumpelnden Brotbackautomaten in seiner Küche hat, ist beim Tefal OW 3001 vielleicht richtig. Nutzerberichten zufolge arbeitet das Gerät ausgesprochen leise und unauffällig das eingegebene Programm ab. Erfreulich ist dabei auch, dass der Automat kaum warm wird – der gebürsteten Edelstahloberfläche zum Trotz. Nutzer müssen also nicht fürchten, bei einer unbedachten Berührung sofort Verbrennungen davon zu tragen, wie es bei einigen Billigmodellen der Fall ist.
Leider hat der Tefal OW 3001 aber so einige Mängel, die einen Kauf zumindest mit einem Fragezeichen versehen. Denn zwar soll das Gerät recht solide Backergebnisse abliefern und angenehm einfach zu bedienen sein, doch leider sind die Programme des Gerätes nur für helles Weizenmehl gedacht. Selbst das Vollkornbrot-Programm bezieht sich auf Weizenvollkornmehl. Wer also mit dem Apparat dennoch Schwarz- oder Graubrot backen möchte, muss erst einmal eine Weile mit Natursauerteig und Trockenhefe experimentieren, ehe er ein vernünftiges Resultat erhält.
Ein weiteres Problem des Gerätes scheint die ungleichmäßige Knetarbeit zu sein. Gute Brote gelängen zwar mit Standard-Backmischungen, bei sehr leichten Teigarten knete das Gerät aber zu schnell, bei schweren Teigsorten viel zu mühsam. Die Folge sei, dass bei leichten Teigen Teile davon überall im Inneren des Gerätes wiederzufinden seien, während schwere Teige nicht genügend durchgeknetet würden. Auch bei letzteren sei es also notwendig, zu experimentieren und die richtigen Einstellungen auszuprobieren.
Nicht zuletzt wird auch moniert, dass der Tefal OW 3001 zwar anfangs zuverlässig arbeite, mit der Zeit aber schnell einige Macken entwickle. So falle schon mal die Displaybeleuchtung aus oder Uhrzeit und andere Einstellungen ließen sich nicht mehr abspeichern. Kurios auch die (allerdings selten) auftauchende Warnung vor permanent laufenden Geräten: Sowie man den OW 3001 in die Steckdose stecke, laufe der Automat – ob man wolle oder nicht. Diese Altersschwächen scheinen unerfreulich früh aufzutreten, weshalb die Frage ist, ob die Investition von immerhin 90 Euro (Amazon) hier wirklich lohnt.
22.10.2010





















