Die Kinderkamera 3D Shot-Cam hat der japanische Spielzeuganbieter Takara Tomy in Zusammenarbeit mit Studenten der Doshira Universität entwickelt. Sie arbeitet zwar mit einer bescheidenen Auflösung von lediglich drei Megapixeln, kann dafür dreidimensionale Fotos liefern und wird im Handel zu einem äußerst moderaten Preis von umgerechnet etwa 55 Euro angeboten. Zum Vergleich: Die „echte“ 3D-Fotokamera Fujifilm Finepix Real 3DW3 kostet knapp 400 Euro (Amazon), spielt aber natürlich in einer ganz anderen Liga.
Wie die Loreo Lens in a Cap- 3D-Objektive nimmt die Stereooptik der 3D Shot-Cam zwei Bilder in einer Datei auf. Diese müssen erst im Format 10 x 15 ausgedruckt und zurecht geschnitten werden, um mithilfe eines mitgelieferten faltbaren 3D-Viewers als dreidimensionale Aufnahmen dargestellt werden zu können. Die 55 x 142 x 30 Millimeter große Kinderkamera speichert die Daten auf herkömmlichen SD-Karten mit einer Kapazität von bis zu acht Gigabyte, wodurch sie problemlos weitergegeben werden können. Energie bezieht das 100 Gramm leichte Gerät aus handelsüblichen AAA-Batterien und bringt daher keine nennenswerten Betriebskosten mit sich.
Auf dem japanischen Markt soll die 3D-Kamera für Kinder in Weiß oder Pink im Frühjahr 2011 zum Preis von 5.980 Yen (rund 55 Euro) erhältlich sein. Dabei will Takara Tomy bereits 2011 50.000 Kameras verkaufen. Ob und wann das Spielzeug nach Europa kommt, hat der Hersteller leider nicht mitgeteilt.
26.10.2010

