Einschätzung unserer Autoren
Stihl MSA 160 C
Durchzugsstark und vibrationsarm
Doch das Geheimnis der neuen Akku-Kettensäge von Stihl ist Geschwindigkeit. Anstatt mit enormer Motorleistung an dicken Ketten zu zerren, die sich allein durch die Brutalität der entwickelten Leistung ins Holz fressen, läuft die MSA 160 C einfach schneller. Genau genommen ist sie mit ihren zwölf Metern je Sekunde ganze 50 Prozent flotter unterwegs als vergleichbare Produkte anderer Hersteller mit maximal acht Metern je Sekunde. Dabei kommt ihr ihre Zartheit sogar entgegen, denn die kleinen Kettenglieder müssen weniger Span abheben, so dass sie schneller vorankommen. Sprich: Die neue Akkusäge setzt darauf, einfach schneller kleine Mengen an Span abzuheben anstatt langsamer große Mengen.
Und auf diese Weise wird der Akku des Gerätes geschont. Denn für den Schnelllauf der Kette ist weniger Energie vonnöten als für das Überwinden des Widerstandes beim Abheben großer Spanmengen auf einmal. Die Säge wirkt also stärker als sie tatsächlich ist: Der größte Akku (und nur der macht nach Erfahrungen von Testern wirklich Sinn) mit 160 Wh Kapazität reicht für eine halbe bis dreiviertel Stunde Arbeitszeit. Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass mit der Stihl MSA 160 C sogar mannsdicke Bäume zerlegt werden können. Hierbei soll die Säge auch überraschend vibrationsarm laufen, sicherlich ebenfalls eine Folge des vergleichsweise geringen Spanhubs.
Nur eines sollte man nicht machen: ungeduldig die Maschine ins Holz treiben. Wo eine Benzinsäge eventuell noch etwas gieriger ins Holz frisst, riegelt die MSA 160 C kurzerhand ab und erstirbt sogar fast. Dies soll den Akku und den Motor schonen. Es heißt also, die Säge durchs Holz gleiten zu lassen, nicht zu quetschen. Das entspricht dem Konzept des Gerätes, könnte aber so manche unruhige Natur auf Dauer nerven.



