Sony FVA-​U1

ohne Endnote

Aktuell gibt es nicht genug Tests oder Meinungen für eine Note.

Unser Fazit

Venens­can­ner bürgt für Daten­si­cher­heit

sony2In Japan soll ab dem 18. Dezember der Venenscanner FVA-U1 für (mehr) Datensicherheit bürgen. Der auf ein handliches Maß von 70 mal 14,5 mal 58 Millimeter reduzierte Scanner wird via USB an einen Rechner, beispielsweise an ein Notebook, angeschlossen, und erst nachdem der mittels Infrarot-LEDs in Kombination mit einem CMOS-Sensor den Finger durchleuchtende Scanner die Venenstruktur des Notebook-Besitzers eindeutig identifiziert hat, ist der Zugang zu den Daten auf dem Rechner frei. Die Alternativmethode zu einem Fingerabdruckscanner wurde zuerst von Hitachi und dann von Sony entwickelt, und letzteren kommt fällt nun der Ruhm zu, das erste marktreife Produkt auf den Markt zu bringen – fürs erste einmal, wie gesagt, in Japan, und zwar für umgerechnet 229 Euro (30.000 Yen).

sony3Sony hat die Technik, die im FVA-U1 steckt, Mofiria getauft. Sie macht sich die biometrische Erkenntnis zunutze, dass die Venen jedes Menschen genauso wie seine Fingerkuppen ein charakteristisches, individuelles Profil besitzen, das sich im Verlauf eines Lebens kaum verändert. Der Vorteil der Technik liegt natürlich vor der Hand darin, dass die Venenstruktur nicht so leicht zu fälschen ist wie ein Fingerabdruck – und sich damit also auch die Sicherheit erhöht, wenn Mofiria als Zugangssperre zu einem Rechner dazwischen geschaltet wird.

sony1Im Vorfeld des demnächst anlaufenden Verkaufsstarts hat Sony auch Zweifel aus dem Weg zu räumen versucht, was die Erkennungsrate beziehungsweise die Möglichkeit, sich trotzdem einen Zugang zu erschwindeln, betrifft. So soll in Testversuchen das System nur 0,0001 Prozent aller Personen einen Zugang gewährt haben, denen dieser eigentlich hätte verwehrt bleiben sollen. Und nur 0,1 Prozent der de facto eigentlich Zugangsberechtigten habe das System abgewiesen. Ein weiteres Plus ist die hohe Scangeschwindigkeit, die bei einem normalen PC bei etwa 0,015 Sekunden liegen soll. Bei einem Handy – ein weiterer zukunftsträchtiger und vor allem Massenmarkt – dauert einen Wimpernschlag länger (0,25 Sekunden).

Es ist zu erwarten, dass sich sowohl IT-Experten als auch Biometriker des FVA-U1 annehmen und zum einen seine Treffergenauigkeit wie zum anderen seine Sicherheit austesten werden. Die Fingerabdruck-Sensoren haben ihren Nimbus ja mittlerweile verloren – mal schauen, ob dem Venenscanner ein ähnliches Schicksal droht, und wenn ja, wie lange es dauern wird, bis er von raffinierten Usern ausgetrickst wurde.

von Wolfgang

Aktuelle Info wird geladen...