Einschätzung unserer Autoren
sonyericsson XPERIA Pureness
Winzling für VIPs
So nutzt das Sony Ericsson XPERIA Pureness kein verbreitetes Betriebssystem wie andere XPERIA-Modelle, sondern setzt auf die proprietäre Standard-Oberfläche OSE/A2 des Unternehmens. Werbewirksames Kennzeichen des Handys ist wie berichtet das transparente Display, bei dem der Nutzer durch das Gerät buchstäblich hindurchsehen kann. Erstaunlicherweise soll der Bildschirm trotzdem verschiedene Farben in QVGA-Auflösung und sogar Webbrowser-Inhalte darstellen können. NetFront wurde dazu bereits vorinstalliert. Darüber hinaus verfügt das XPERIA X5 über einen Musikspieler und Möglichkeiten zur Wiedergabe von Videos. Viel mehr sollte man jedoch nicht erwarten – im Gegenteil: Bei dem schlicht ausgestatteten Mobiltelefon kann anscheinend nicht einmal der Akku ausgewechselt werden...
Ob die Kunden für solch ein Handy die angekündigten 700 Euro zahlen werden? Sony Ericsson will die Entscheidung mit einem praktischen Service erleichtern: Kunden des Sony Ericsson XPERIA Pureness haben Zugriff auf einen 24-Stunden-Concierge-Service, der in großen oder bedeutenden Städten wie Dubai, Paris und Moskau verfügbar ist und lästige Aufgaben wie die Reservierung von Restaurants, Unterhaltungsprogrammen und Beauty-Kursen vornimmt und auch die Shopping-Erlebnisse organisiert. Die Botschaft: Mit dem Pureness wird jeder zum VIP. Bei dem Preis ist das aber auch nur zu erwarten...
Sony Ericsson X5
Den Durchblick gibt es ab November 2009
Das japanisch-schwedische Joint-Venture Sony Ericsson hat ergänzend zur Präsentation des XPERIA Pureness auf der IFA 2009 in Berlin eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der ein paar Hintergründe zu dem neuen Style-Handy zu finden sind. Die gute Nachricht vorab: Das XPERIA Pureness wird ab November 2009 in den Läden von „Schlüsselstädten weltweit“ zu finden sein. Und die schlechte: Genauere Informationen über die Ausstattung des Mobiltelefons will der Hersteller auch erst dann verkünden.Dafür gibt man sich in der Pressemitteilung ausgesprochen nebulös und kommt vor allem auf das Design zu sprechen. So solle das XPERIA Pureness „einen Urlaub von der Technologie“ ermöglichen und mit seinem simplen Design die Synthese aus Handwerkskunst und dem Konzept von „Talk, Text, Time“ realisieren. Das Ziel der Designer sei es ferner gewesen, ein Objekt zu schaffen, welches die „Reinheit von Wasser“ und ein „Gefühl der Ruhe“ ausstrahle, wenn es nicht in Nutzung sei.
So poetisch das anmuten mag – die nebulöse Pressemitteilung unterstreicht die Annahme ein weiteres Mal, dass es sich beim XPERIA Pureness primär um ein Style-Objekt handelt und der Käufer keine besondere Ausstattung erwarten sollte. Ob dieser aber bereit ist, 699 Euro für einen „Urlaub von der Technologie“ auszugeben...?
sonyericsson X5
Kommt tatsächlich als XPERIA Pureness
Wird das Handy eingeschaltet, füllen transparente Schriften und Menüs den Bildschirm. Der interessante Tiefeneffekt, der schon beim Sony Ericsson Kiki beobachtet wurde, ist auch beim XPERIA Pureness wiederzufinden. Offensichtlich verzichtet das Display auf eine Farbdarstellung, denn alle Anzeigen erscheinen monochrom. Weitere Details zu dem Handy sind derzeit allerdings noch nicht bekannt. Nur so viel: Das XPERIA Pureness soll voraussichtlich 699 Euro kosten.
Das ist eine Menge Geld für ein Handy, bei dem eigentlich nur das Display erwähnenswert ist?
sonyericsson XPERIA Pureness
Die volle Durchsicht
Die volle Durchsicht hat der Käufer nur beim Sony Ericsson XPERIA Pureness. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Das neuartige Style-Handy besitzt ein komplett durchsichtiges Display, so dass der Nutzer durch sein Handy hindurchblicken kann. Schaltet man das Mobiltelefon ein, bleibt die Durchsicht weiterhin erhalten, doch füllen dann transparente Menüs und Schriften den Bildschirm. Die Bildschirmanzeige wird dabei von innen auf die Glasfläche projiziert, wodurch auch ein interessanter Tiefeneffekt entsteht.Durch die ungewöhnliche Technologie ist es auch möglich, das Display von hinten zu betrachten – zumindest, wenn man spiegelverkehrt lesen kann. Auf Farben muss man dagegen verzichten, der jetzt auf der IFA 2009 in Berlin präsentierte Prototyp beschränkt sich auf eine monochrome Darstellung. Ein Bild des Magazins AreaMobile zeigt, wie man sich das Ganze in der Realität vorzustellen hat.
Beim Sony Ericsson XPERIA Pureness scheint es sich um das bereits zuvor als Sony Ericsson Kiki bekannt gewordene Mobiltelefon zu handeln. Bislang war man eher davon ausgegangen, dass es sich nur um eine Konzeptstudie handle, zu futuristisch klang das Display-Konzept. Doch auch, wenn das Kiki nun in Form des Pureness auf den Markt gebracht werden wird, dürfte der Abnehmerkreis sich in engen Grenzen halten: Sony Ericsson peilt einen Preis von sage und schreibe 699 Euro an. Da das XPERIA Pureness ansonsten nur wenig zu bieten haben soll, wäre das bei Weitem überteuert – innovatives Display hin oder her.






