Der Solac HO6026 spaltet die Nutzerschaft in zwei grundsätzlich unterschiedliche Lager. Während die einen von der Aufnahmekapazität und der Flexibilität des Ofens bei niedrigen Kosten begeistert sind, kritisieren die anderen entweder die Konstruktion oder die Leistung des Ofens. Letztere beträgt nominal stattliche 2.000 Watt, was eigentlich in jedem Fall ausreichen sollte, um knusprige Speisen zuzubereiten – selbst bei der offenen Bauweise und dem vergleichsweise großen Innenraum von 26 Litern Volumen.
Doch dem ist anscheinend nicht so. Wie mehrere Besitzer monieren, falle die Backzeit von Pizzen und insbesondere Grillhähnchen am Spieß ungewöhnlich hoch aus, bei letzteren bleibe die Haut sogar gummiartig weich. Sie werde zwar braun, aber an keiner Stelle richtig knusprig. Vereinzelt haben Nutzer sich sogar die Mühe gemacht und die Leistungsaufnahme des Ofens nachgemessen – und siehe da: Anscheinend verbraucht der Solac-Backofen nur rund 1.700 anstatt der versprochenen 2.000 Watt. Und das bei Nutzung aller Optionen inklusive Ober- und Unterhitze sowie Ventilator und Drehmotor für den Spieß. Stelle man jedoch den Grillbetrieb alleine auf Oberhitze und wähle dann die höchste Temperatureinstellung, liege die Aufnahme bei unter 900 Watt. Dies sei für das Grillen in keinster Weise ausreichend.
Dazu kommt, dass der Grill eine offene Konstruktion besitzt, das heißt, er verfügt nicht wie viele andere Miniöfen über eine Frontklappe. Der Backraum ist jederzeit offen. Das ist einerseits praktisch, da das Gargut stets zugänglich bleibt und geprüft werden kann. Andererseits geht so natürlich eine Menge Hitzeleistung in die Raumluft verloren, was die effektive Garleistung um ein Weiteres absenkt. Zudem wird dadurch eben die Raumluft aufgehitzt, auch dies ist nicht nach jedermanns Geschmack.
Gleichwohl scheint das Problem entweder nicht bei allen Nutzern aufzutreten oder zumindest nicht alle zu stören. Denn sehr viele Besitzer des Solac HO6026 schreiben in Rezensionen, dass sie vollauf zufrieden sind und eine einwandfreie Funktion bestätigen können. Allerdings ist auch hier häufiger von längeren Garzeiten die Rede, eventuell können diese Nutzer also einfach damit leben, dass es länger dauert, bis eine knusprige Kruste erzielt wird. Zudem erfreuen der große Innenraum und die solide Bauweise diese Rezensenten: Man könne nahezu jede Pizza in dem Ofen zubereiten – und wenn sie etwas überstehe, mache das dank der fehlenden Frontklappe auch nichts aus. Es kann also auch sein Gutes haben...
Letzten Endes scheint es darauf hinauszulaufen, welche Ansprüche man an einen Kleinofen hat. Wie sehen das unsere Leser? Ist der HO6026 einen Kauf wert? Überwiegen die Vorteile?
25.02.2011

























