Immer mehr kleine Hersteller drängen mit ihren Tablet-Modellen auf den Markt, um auch ein Stück des lukrativen Kuchens abzuluchsen. Dabei kommen in der Regel eher enttäuschende Ergebnisse zu Tage. Resistive Displays, Prozessoren im Sub-GHz-Bereich und RAM unterhalb von 512 Megabyte sind einfach nicht mehr zeitgemäß und selbst für einfache Anwendungsszenarien kaum zu gebrauchen. Das Smartbook Fun Pad SE lässt angesichts seines klobigen Aussehens ähnliche Befürchtungen aufsteigen.
Für einfache Ansprüche völlig ausreichend
Die sind zum Glück – zumindest auf der Hardware-Seite – nicht begründet. Denn mit seinem 10,1 Zoll großen Touchscreen mit kapazitiver Technologie und Multitouch-Unterstützung sowie dem 1 GHz starken Prozessor mit 512 Megabyte Arbeitsspeicher bietet das Gerät zumindest die Voraussetzungen für einen weitgehend ruckelfreien Alltagsbetrieb. Sicherlich: Für anspruchsvolle Apps ist das zu wenig, aber immerhin sollte beim Surfen im Internet und beim Lesen der E-Mails auf der heimischen Couch alles ohne unerträgliche Gedenksekunden vonstatten gehen.Die Auflösung des Touchscreens mag mit 1.024 x 600 Pixeln auf diese Bildschirmgröße indes vielen schon zu grob sein – da schaffen viele Mittelklasse-Smartphones ähnliche Auflösungen auf weniger als halb so großen Displays. Die weitere Ausstattung kann immerhin WLAN nach 802.11 b/g/n, einen HDMI-Anschluss für die Übertragung von HD-Inhalten auf externe Bildschirme wie Fernseher und PC-Monitore sowie einen Steckplatz für microSD-Speicherkarten vorweisen. Letzteres kaschiert auch halbwegs, dass der interne Speicher mit 4 Gigabyte nicht berauschend ausfällt.
Veraltetes Android, Klotz-Design
Doch während das Gerät eine halbwegs ruckelfreie Bedienung und auch sonst überwiegend vernünftige Technik verspricht, müssen bei Design und Software Abstriche gemacht werden. Denn das Smartbook Fun Pad SE ist mit seinen 15 Millimetern Bautiefe alles andere als elegant und wiegt mit über 700 Gramm mehr als die meisten Konkurrenten seiner Größenklasse. Zudem ist das Betriebssystem mit Android 2.2 völlig veraltet. Zum einen unterstützt Android 2.2 gar keine Tablet-Bildgrößen, zum anderen programmieren immer mehr Firmen ihre Apps für die neueren Versionen, so dass letzten Endes mit zumindest bizarr wirkenden Auflösungen oder auch dem einen oder anderen App-Absturz zu rechnen ist.Es muss daher jeder für sich selbst entscheiden, ob er die 180 Euro wirklich investieren möchte. Zugegebenermaßen gibt es ab 200 Euro schon Geräte, die erheblich besser ausgestattet sind. Vor allem Archos bietet in diesem Segment gute Hardware.






















