Pearl hat Blut geleckt: Der Run auf Dual-SIM-Geräte ist aktuell dermaßen hoch, dass sich das Unternehmen mit Freude auf dieses Marktsegment stürzt und unter seiner Hausmarke Simvalley Mobile ein weiteres Modell anbieten wird: das SX-315. Anders als bei den zuletzt vorgestellten Mobiltelefonen der SP-Baureihe (SP-60) handelt es sich dabei aber nicht um ein Smartphone mit Android als Betriebssystem, sondern um ein ausgesprochen einfach gehaltenes Gerät für Nur-Telefonie-Freunde.
Die Ausstattung wird daher niemanden in Euphorie versetzen. So finden sich eine kaum brauchbare VGA-Kamera mit 0,3 Megapixeln Auflösung, ein schlichter Media Player für MP3-, MP4- und JPEG-Dateien und ein integriertes FM-Radio. Ergänzt wird dies um einen Anschluss für 3,5mm-Klinikenstecker, Bluetooth 2.0 und USB sowie einen Steckplatz für microSD-Speicherkarten. Letzterer ist auch bitter notwendig, denn mit 64 Megabyte ist der interne Speicher des Handys keiner Rede wert.
Schwach zeigt sich auch das Display: Mit seinen 1,8 Zoll Bilddiagonale und mageren 128 x 160 Pixeln Auflösung gehört es zu den mit Abstand schlechtesten, die noch am Markt verfügbar sind – selbst im Einsteigersegment. Entsprechend ist der Verweis auf den WAP2.0-Browser auch nur mit einem müden Lächeln abzuhaken, zumal Datentransfers maximal mit GPRS kriechen – nicht einmal der EDGE-Beschleuniger findet sich in der technischen Auflistung. Natürlich ist das kein Beinbruch: Das SX-315 ist ein reines Nur-Telefonie-Gerät ohne sonstige Ambitionen.
Allerdings gibt es auch hier Schwächen: Der 750 mAh Nennladung bietende Akku ist recht schwach auf der Brust – vor allem für ein Dual-SIM-Handy. Entsprechend verwundert es wenig, dass selbst der Hersteller die Sprechzeit mit nur 3,5 Stunden sehr schwach beurteilt. Im Stand-by sind sogar nur 150 Stunden drin – normale Einsteigertelefone bieten da locker das Doppelte, wenn nicht Dreifache. Im Gegenzug ist das Simvalley Mobile SX-315 enorm preiswert: Ein Handy für zwei SIM-Karten gibt es für 39,90 Euro nur selten.
21.10.2011






