Einschätzung unserer Autoren
Samsung SyncMaster LD220G
Neue Daten und Bilder
Nach der etwas unvollständigen Ankündigung Ende Januar 2009 liegen nun nach dem Verkaufsstart des SyncMaster LD220G in Japan die genauen technischen Daten sowie die Preiskalkulation von Samsung komplett auf dem Tisch. Der als Zweitdisplay eines Notebooks konzipierte 21,5-Zöller besitzt eine Full-HD-Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixeln und stellt demnach das Bild im Format 16:9 dar – ein Format, das sich immer mehr verbreitet und natürlich gezielt Video-Fans ansprechen soll. Die Helligkeit wiederum ist nun doch etwas höher ausgefallen als angekündigt und beträgt 300 cd/m². Der Kontrast schließlich liegt dynamisch bei 30.000:1, statisch bei 1.000:1. Der Blickwinkel entspricht den für TN-Panels üblichen 170/160 Grad, ebenso typisch ist die Reaktionszeit von 5 Millisekunden.
Der LD220G wird, wie bereits berichtet, über ein USB-Kabel und mittels der UbiSync-Technologie an das Notebook verbunden. Weitere USB-Hubs stehen für den Anschluss von Peripherie-Geräten zur Verfügung, so dass der Monitor auch noch Funktionen einer Dockingstation übernehmen kann. Der wie ein Bilderrahmen auf Augenhöhe mit dem Notebook aufstellbare Monitor ist zwischen 10 und 40 Grad nach hinten neigbar, damit er sich mit dem Winkel des aufgeklappten Notebook-Displays synchronisiert werden kann. Außerdem ist der LD220G recht genügsam und benötigt ungefähr 30 Prozent weniger Strom.
Die Preisvorstellung von Samsung bewegt sich auf der Höhe eines regulären 22-Zöllers in dieser technischen Leistungsstufe– und dies war eigentlich zu erwarten, denn die Bezeichnung Zweitdisplay hat nichts gemein mit zum Beispiel einem Zweitwagen. In Japan wird er für umgerechnet etwa 200 Euro vertrieben. Bedenkt man, dass man sich dafür einen Monitor ohne die üblichen digitalen Eingänge DVI/HDMI für Zuspielgeräte einhandelt, beziehungsweise ein Gerät, das wohl kaum dazu in der Lage ist, über das USB-Kabel komplexe 3D-Spiele wiederzugeben – überdenkt man dies, dann sind 200 Euro ziemlich viel Geld. Der LD220G dürfte daher vor allem als reiner Office-Beistellmonitor beziehungsweise als Video-Monitor Beifall finden, zumal er zu diesem Zweck dank UbiSync mit mehreren Kollegen sogar in Reihe geschaltet werden kann.
Samsung SyncMaster LD220G
Samsung geht eigene Wege
Während alle Welt, zumindest die TFT-Hersteller, auf das Stichwort „Multimedia“ setzt und Monitore mit DVI, HDMI und neuerdings auch wieder mit 3D-Funktionen aufrüstet, geht Samsung derzeit ganz eigene Wege. Mit dem SyncMaster LD220 präsentiert der Elektronikkonzern einen weiteren Monitor, der speziell dafür gedacht ist, via USB ganz bequem und einfach an den Rechner angeschlossen zu werden. Das Verfahren dahinter nennt Samsung UbiSync, einer DisplayLink vergleichbaren Technologie. Sie erlaubt, ohne die vorherige Installation einer komplexen Software bis zu sechs Monitore an einen Rechner via USB-Kabel anzuschließen – was konkret bedeutet: Ohne die zusätzliche Investition in eine/weitere Grafikkarten.Das Gerät gesellt sich dem 21,5-Zöller namens SyncMaster D220SU zur Seite, der speziell auf Besitzer von Notebooks abzielt. Aber der 22-Zöller SyncMaster LD220 hat mit diesem nicht nur den USB-Anschluss gemeinsam. Auch das Standfuß-Konzept ist identisch, genauer gesagt: Das Konzept, Monitore ohne Standfüße zu produzieren. Der LD220 wird wie der D220SU einfach wie ein Bilderrahmen aufgestellt. Vorteil: Das Gerät ist im Betrieb mit einem Notebook mit diesem auf Augenhöhe. Nachteil: Eine individuelle Anpassung an die Augenhöhe des Benutzers ist nicht möglich. Dafür muss dann die Stuhlhöhe herhalten.
Preis und genaues Datum der Markteinführung stehen noch aus.