Die CES 2011 in Las Vegas war primär ein Freudenfest für Tablet-Fans. Doch es gab auch einige Handy-Innovationen zu bestaunen, die im Presserummel um die Touchscreen-PCs leider ein wenig untergingen. Das Samsung Infuse 4G hätte in der Tat mehr Beachtung verdient gehabt: Mit satten 4,5 Zoll Bilddiagonale setzt das Smartphone neue Maßstäbe bei der Displaygröße – wenn man einmal das Beinahe-Tablet Dell Streak beiseite lässt. Zudem verwendet der südkoreanische Hersteller hier erstmals eine neue Display-Technologie: Super-AMOLED Plus. Naheliegenderweise soll diese die Bildqualität noch einmal verbessern. Dazu sei statt der bisherigen PenTile-Matrix mit fünf Subpixeln eine konventionelle RGB-Subpixel-Anordnung verwendet worden. Dies verbessere angeblich erneut den Kontrast und die Unempfindlichkeit gegenüber Sonneneinfall.
Schon die Super-AMOLED-Technologie hatte Samsung den Titel des Display-Weltmeisters eingebracht. Die Displays des Herstellers gelten seither als marktführend und können vor allem durch eine enorme Farbtiefe, besonders kräftiges Schwarz und hohe Kontrastwerte überzeugen. Zudem verbrauchen Super-AMOLED-Displays weniger Strom als herkömmliche OLED-Bildschirme, die ihrerseits schon als stromsparend gegenüber LC-Displays gelten.
Doch die neue Display-Technik ist keineswegs das einzig Bemerkenswerte am Samsung Infuse 4G. Dazu gehören auch der super-schnelle Hummingbird-Prozessor mit 1,2 GHz Taktrate und die Unterstützung für Datentransfers via HSPA+. Darüber hinaus sind in dem Gerät eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite sowie eine 1,3-Megapixel-Kamera für Videotelefonate enthalten. Das Infuse 4G dürfte also eines der am besten ausgestatteten Smartphones am Markt sein, wenn es im Laufe des nächsten Halbjahres auf den Markt kommt.
Einziger Nachteil: Auf der CES lief noch Android 2.2 auf dem Gerät. Das ist erstaunlich, denn die Version 2.3 ist bereits seit einigen Monaten am Markt und 3.0 ist bereits auf dem Weg. Doch das dürfte nur einen kleinen Teil der Käuferschaft abschrecken, dafür ist das Handy ansonsten zu gut ausgestattet. Allerdings werden wir uns noch gedulden müssen: Zwar ist das Handy für die europäischen Netze ausgelegt, es wird jedoch zunächst bei AT&T in den USA verkauft. Der Provider verwendet ebenfalls UMTS/HSPA-Technologie.
20.01.2011























