Handys mit einem Smartphone-Betriebssystem liegen im Trend, denn spätestens seit dem iPhone sind die dazugehörigen Apps zu dem werbewirksamen Schlagwort schlechthin geworden. Da verwundert es wenig, dass immer mehr günstige Smartphones auf den Markt kommen, die sich nicht an Technikfreaks oder Business-Nutzer wenden, sondern an die breite Masse der Telefonkunden. Das Samsung Gem ist genau ein solches Handy: Es soll für wenig Geld volle Smartphone-Funktionalität bieten.
Wie das Online-Magazin „Unwired View“ berichtet, soll das Mobiltelefon zunächst bei Verizon Wireless, einem US-Proider, verkauft werden. Hierbei erwarte man, dass das Gerät in Verbindung mit einem Vertrag sogar kostenfrei abgegeben werde, wie es sonst eigentlich nur bei älteren Modellen üblich ist. Der Grund liegt in der schlichten Ausstattung des Gerätes. So arbeitet das Gem mit einem 3,2 Zoll großen Touchscreen mit WQVGA-Auflösung, was vergleichsweise klein und gering auflösend ist. Darüber hinaus beschränkt sich auch die restliche Ausrüstung auf das Motto „von allem etwas, aber nirgends überragend“: Da finden sich in der Übersicht ein mit 800 MHz taktender Single-Core-Prozessor, eine 3,2-Megapixel-Kamera oder die OS-Version Android 2.1.
Insbesondere das veraltete Betriebssystem dürfte zumindest unter besser informierten Kunden abschreckend wirken. Denn erst seit Version 2.2 können Apps, also die kleinen Zusatzprogramme, auch auf Speicherkarten abgelegt werden. Der interne Speicher des Handys ist zwar noch nicht bekannt, es ist aber unwahrscheinlich, dass dieser in Gigabyte zählen wird. Insofern dürfte eines der größten Hindernisse des Handys die Speicherbeschränkung für installierbare Programme sein.
Den Namen Gem hat das Gerät übrigens aufgrund der kristallförmigen Home-Taste erhalten, auch die Kameralinse auf der Rückseite ist in dieser Form gehalten. Ansonsten jedoch präsentiert sich das Samsung Gem als reichlich gewöhnliches Android-Smartphone, das an keiner Stelle wirklich glänzen kann. Ein großer Verkaufserfolg darf als aus gutem Grund bezweifelt werden. Trotz des Android-Hypes.
24.01.2011
























